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Kurznachrichten und Informationen aus der (dentalen) Welt – Mai 2022

Wir tun was! – FVDZ Bayern startet aktiv in die KZVB-Wahl 2022

Vom 24. Juni bis 7. Juli 2022 werden die Delegierten für die Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns gewählt. Das Parlament der 10.469 (Stand 2021) Vertragszahnärztinnen und -zahnärzten sowie angestellten Zahnärztinnen und Zahnärzten wird erstmals nach 16 Jahren mit 45 Delegierten wieder größer werden – und damit vielfältiger. Unter dem Motto „Wir tun was!“ startet der FVDZ Bayern in die Wahlzeit. 
Wer sich für die Ziele des FVDZ Bayern interessiert, wird im 10-Punkte-Wahlprogramm fündig. Hier geht es um Ziele, die es zu erreichen gilt für Einzelpraxen, für angestellte Zahnärzte und für BAGs in Sachen Honorierung, Bürokratieabbau, Gestaltungsspielräume. Hier wird auch aufgezeigt, was die freiverbandlich geführte KZVB in den vergangenen sechs Jahren geleistet und erreicht hat. 
Noch ein Tipp am Rande: Die FVDZ Bayern-Tabelle 2022 ist ein absolutes „Must have“. Sie hängt „huckepack“ am BZB 5/2022 und ist kostenlos für die Empfänger. Die Tabelle vergleicht direkt BEMA mit dem 2,3-fachen GOZ-Satz bei allen zahnärztlichen Leistungen und gibt darüber hinaus an, wieviel Zeit dem Behandler für die Leistung zur Verfügung steht: im BEMA, in der GOZ und GOÄ. (Quelle: FVDZ Bayern)

Nationales Osteology-Symposium: Aktuelle Wissenschaft für die Praxis

Ganz aktuelles aus der Wissenschaft mit hohem Nutzwert für die Praxis zum Thema Geweberegeneration bot das Nationale Osteology Symposium der Osteology Foundation am 6. und 7. Mai 2022 in Baden-Baden. Das von Prof. Dr. Frank Schwarz und Prof. Dr. Dr. Søren Jepsen zusammengestellte Programm mit Experten wie Prof. Dr. Anton Sculean, PD Dr. Karin Jepsen, Prof. Dr. mult. Shahram Ghanaati, Prof. Dr. Reinhard Gruber und Dr. Jan Derks brachte Teilnehmerinnen und Teilnehmer anhand neuester Studienergebnisse auf den aktuellen Stand der Wissenschaft und praktischen Anwendung zur regenerativen Parodontitistherapie, unter anderem zur kieferorthopädischen Behandlung in Kombination mit einer regenerativ-chirurgischen Therapie bei Parodontitis Stadium IV, zur Biologisierung von Biomaterialien und zur Therapie der Periimplantitis. Zwei von den Experten diskutierte klinische Fälle aus der Augmentation und der Zahnerhaltung beschlossen das wissenschaftliche Programm. Ansprechend waren auch die Posterpräsentation der Nachwuchswissenschaftler. Am Vortag boten Workshops, darunter ein Junges Forum, die Möglichkeit, neue Techniken und Materialien kennenzulernen. (Bericht folgt, Quelle: QN)
 

Ärztestatistik: Wenn ein leichter Zuwachs in den Mangel führt

„Wir verzeichnen zwar ein leichtes Wachstum bei der Zahl der Ärztinnen und Ärzte, leider reicht dieser Zuwachs aber bei weitem nicht aus, um den Behandlungsbedarf einer Gesellschaft des langen Lebens auf Dauer zu decken. Dieser besorgniserregenden Entwicklung dürfen Bund und Länder nicht länger tatenlos zusehen. Was wir jetzt brauchen, sind eine konsequente Nachwuchsförderung und bessere Ausbildungsbedingungen im ärztlichen Bereich.“ So kommentiert Dr. Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), die Ergebnisse der aktuellen Ärztestatistik.

Wie aus den Daten hervorgeht, waren im Jahr 2021 bei den Landesärztekammern insgesamt 416.120 berufstätige Ärztinnen und Ärzte gemeldet. Damit stieg die Zahl zwar wie bereits im Vorjahr um 1,7 Prozent beziehungsweise um rund 7.000 Personen. Der Zuwachs blieb damit jedoch unter dem von 2019 (+2,5 Prozent).
Trotz leicht gestiegenen Ausbildungsplatzkapazitäten an Deutschlands medizinischen Fakultäten dürfe bezweifelt werden, ob das deutsche Bildungssystem eine ausreichende Zahl an Ärztinnen und Ärzten hervorbringt, damit die der Versorgung zur Verfügung stehende ärztliche Arbeitszeit in Zukunft ausreichen werde. Dies auch vor dem Hintergrund einer alternden Bevölkerung und höherer Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen.

Der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) habe im zweiten Pandemiejahr einen starken Zuwachs an berufstätigen Ärztinnen und Ärzten verzeichnet. Ihre Zahl stieg um rund 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an, jedoch fiel diese Entwicklung je nach Bundesland sehr unterschiedlich aus.

Die Zuwanderung von ausländischen Ärztinnen und Ärzten – vor der Pandemie ein entlastender Faktor für die medizinische Versorgung – verlangsamte sich weiter. Im Jahr 2021 stieg die Zahl der Ärztinnen und Ärzte mit ausländischer Staatsangehörigkeit nur um rund 1.100 auf rund 57.200. Dies entspricht einem Plus von lediglich 1,9 Prozent - nach Wachstumsraten von sieben bis acht Prozent in den Vorjahren. Gleichzeitig stieg die Zahl der ins Ausland abgewanderten Ärztinnen und Ärzten nach einem Einbruch im Jahr 2020 wieder an und erreichte mit rund 1.900 Abwanderungen das Niveau der Vorjahre. Zudem nahmen im Vergleich zu den Vorjahren deutlich mehr Ärztinnen und Ärzte Elternzeit (+7,7 Prozent) in Anspruch. Insgesamt sind rund 132.000 Ärztinnen und Ärzte ohne ärztliche Tätigkeit; davon rund 93.000 im Ruhestand. (Quelle: BÄK)
 

BZgA und PKV vertiefen Zusammenarbeit

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und der Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. (PKV) gehen eine langfristige Kooperation zur Förderung sexueller Gesundheit sowie der HIV- und STI-Prävention ein. Mit der Kooperation bauen die BZgA und der PKV-Verband gemeinsam erfolgreiche Präventionsansätze weiter aus und gestalten Lebenswelten für einen offenen und selbstbewussten Umgang mit dem Thema sexuelle Gesundheit. Mit 32 Millionen Euro unterstützen die BZgA und der PKV-Verband in den kommenden fünf Jahren die Umsetzung von Maßnahmen insbesondere in den Lebenswelten, wie der Schule und der medizinischen Versorgung. (Quelle: PKV-Verband)
 

MDR: Anzahl der Benannten Stellen sinkt

Quelle: BV Med
Für die rund 25.000 Zertifikate, die in die Medical Device Regulation (MDR) überführt werden müssen, sowie für neue Produkte, ist es essenziell, dass schnellstmöglich mehr Benannte Stellen notifiziert werden und die vorhandenen ihre vorhandene Kapazität weiter massiv ausbauen, besser nutzen und vor allem die Prioritäten richtig setzten, so der Bundesverband Medizintechnik (BV Med). Momentan sind insgesamt 28 Benannte Stellen unter der MDR in der NANDO Datenbank gelistet. (Quelle: BV Med)
 

Neue GOÄ: PKV-Verband, BÄK und Beamtenbund fordern Bewegung

In einem gemeinsamen Schreiben an die Mitglieder des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag haben der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt, der Verbandsdirektor des Verbands der Privaten Krankenversicherung, Dr. Florian Reuther, und der Vorsitzende des Deutschen Beamtenbunds, Ulrich Silbereisen, die überfällige Reform der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) gefordert. Die GOÄ-Novelle hängt seit Jahren in der Warteschleife, PKV-Verband und BÄK haben sich bereits auf einen neuen Leistungskatalog und die Bewertung weitgehend geeinigt.

Im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung ist das Thema – anders als bei der Vorgänger-Regierung von SPD und Union – nicht aufgeführt, Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbauch will das Thema offensichtlich nicht gerne anfassen und hat bereits angekündigt, dass sich damit das Verhältnis von GKV und PKV nicht verändern dürfe. (Quelle: Ärzte Zeitung)
 

Lauterbach: Neue Gesetzesflut im Sommer

Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach hat für die Sommerpause diverse Gesetzentwürfe angekündigt. Als „Zwischenspurt“ will er vor der zu erwartenden nächsten Corona-Welle im Herbst strukturelle Änderungen auf den Weg bringen. So hat er eine Strategie für die Digitalisierung und Telematikinfrastruktur inklusive elektronische Patientenakte (neue Opt-out-Regelung) und E-Rezept angekündigt, an der die betroffenen Anwender beteiligt werden sollen. Lauterbach will die Finanzierung der gesetzlichen Kassen reformieren und auch die Legalisierung von Cannabis gesetzlich regeln. Schon im Mai soll ein „Pandemiebekämpfungskonzept“ für den Herbst vorgelegt werden. Auch die Digitalisierung und Reform des Öffentlichen Gesundheitsdienstes will der Minister voranbringen. (Quelle: Spiegel online)
 

Auf vielfachen Wunsch: Webinar „Zahngold-Recycling“ wird am 18. Mai wiederholt

Am Mittwoch, 18. Mai 2022, wird das Webinar „Zahngold-Recycling ermöglicht Nachhaltigkeit in jeder Praxis – Was ist dabei zu beachten“ noch einmal wiederholt. Start ist um 17 Uhr, die die Teilnahme ist kostenlos. Die Anmeldung erfolgt über diesen Link.

Ca. 300 Teilnehmer waren bereits bei der Premiere dabei. Im Dialog und unterhaltsam stellt Joerg Faller – Teamleiter Service Edelmetalle bei Kulzer – den Nachhaltigkeitsaspekt, die Schritte der Aufbereitung, wirtschaftliche und rechtliche Aspekte vor.

Kulzer unterstützt durch Recycling-Kompetenz und mit einem kostenlosen Praxis-Aktions-Paket für die Information Ihrer Patienten, heißt es. Es enthält unter anderem eine Auszeichnung für den Empfangsbereich, Aufsteller für das Wartezimmer, Patienten- Informationen, die Sammeldose, Texte für Homepage und Social Media. Weitere individuelle Beratung gibt es auch telefonisch unter 0800-4372 522, Taste 3. (Quelle: Kulzer)
 

id infotage dental 2022: Frühbucherrabatt bis 31. Mai 2022 verlängert!

Die Gültigkeit des Frühbucherrabatts für Ausstelleranmeldungen zu den id infotagen dental 2022 wurde bis zum 31. Mai 2022 verlängert. Somit haben Aussteller noch einen Monat länger die Möglichkeit, sich die 5 Prozent Frühbucherrabatt auf ihre Messeanmeldung zu sichern.
Die Anmeldeunterlagen stehen auf der Website der id infotage dental – für München und für Frankfurt  (Quelle: LDF GmbH)
 

ARZ Haan AG baut mit Übernahme der TeamFaktor GmbH Produktangebot im Dentalmarkt aus

Mit der Übernahme des Factoring-Anbieters TeamFaktor wird das Dienstleistungsangebot der ARZ Haan AG für den Dentalmarkt um einen wesentlichen Baustein ergänzt. Bereits seit 2019 hat die Unternehmensgruppe die erste cloudbasierte Praxissoftware für ZahnärztInnen „teemer“ erfolgreich in den dentalen Softwaremarkt eingeführt. Sie wird von der ARZ.dent GmbH in Hamburg entwickelt und vertrieben. TeamFaktor ergänze nun die dentale Sparte der Unternehmensgruppe um das cloudbasierte Online-Factoring, so das Unternehmen.

Horst Schön, TeamFaktor GmbH, und Stefan Mühr, ARZ dent (von links)
Horst Schön, TeamFaktor GmbH, und Stefan Mühr, ARZ dent (von links)
Foto: ARZ dent GmbH
Durch die intelligente Verbindung von Praxismanagement und Factoring werde der Praxisalltag noch komfortabler und absolut transparent – für die PraxisinhaberInnen und MitarbeiterInnen, aber auch für die PatientInnen. Die digitale Patienten-Journey beginnt bei „teemer“ mit der Online-Terminvergabe und Anamnese von zu Hause aus, führt über die digitalen Bausteine Empfang, Planung und Behandlung hin zur Patienten-Aufklärung mittels integrierter Aufklärungs-Videos. Online-Factoring werde hier als ideale Ergänzung in einen effizienten Workflow integriert – immer mit dem Ziel die zahnärztliche Praxisverwaltung und Steuerung für Praxis und PatientInnen mobil, einfach und sicher zu gestalten.

Horst Schön, geschäftsführender Gesellschafter der TeamFaktor GmbH: „Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der ARZ.dent GmbH hat mir gezeigt, dass beide Unternehmen die identische DNA besitzen. Die barrierefreie Integration von Factoring-Dienstleistungen in die einzigartige cloudbasierte Praxisverwaltung „teemer“ bringt enorme Mehrwerte und Effizienzen für jede Praxisorganisation. Deshalb haben wir uns entschieden, gemeinsam den Dentalmarkt weiter zu revolutionieren.“

„Mit großer Begeisterung begrüßen wir Horst Schön und sein Team in unserer wachsenden Unternehmensgruppe. Mit dieser Akquisition erreichen wir eine notwendige Ergänzung unserer Digitalsparte im Dentalbereich und bieten somit auch hier alle Bestandteile für eine erfolgreiche Praxis. Wir untermauern nochmals deutlich unseren Anspruch, die Digitalisierung im Gesundheitswesen weiter voranzutreiben“, so Dr. Philipp Siebelt, Vorstandssprecher der ARZ Haan AG. (Quelle: ARZ Haan AG)
 

4.771 Zahnärztinnen und Zahnärzte aus dem Ausland praktizieren in Deutschland

6,6 Prozent aller in Deutschland tätigen Zahnärztinnen und Zahnärzte haben ausschließlich die Staatsbürgerschaft eines anderen Landes (ohne doppelte Staatsbürgerschaft). Per 31. Dezember 2020 waren davon die fünf häufigsten Staatsbürgerschaften: syrisch 681, rumänisch 454, griechisch 421, niederländisch 241, polnisch 219. (Quelle: „Klartext“ der BZÄK/Mitgliederstatistiken der (Landes-)Zahnärztekammern, ohne S-H)
 

Neuer Hygieneleitfaden veröffentlicht

Ab sofort ist der neue Hygieneleitfaden 2022 des Deutschen Arbeitskreises für Hygiene in der Zahnmedizin (DAHZ), auf der Internetseite der BZÄK und www.dahz.org abrufbar. Die aktuelle Version wurde erneut mit der Arbeitsgruppe Zahnmedizin der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) erstellt. Zahnärztekammern und Fachgesellschaften dürfen den unveränderten Hygieneleitfaden auf ihren Internetseiten einstellen und an ihre Mitglieder weitergeben, wenn der DAHZ als Herausgeber benannt wird. (Quelle: BZÄK)
 

Mundgesundheit bei Kindern und Jugendlichen mit Handicap schlechter

Zahnschmerzen, Zahnputzhäufigkeit und zahnärztliche Kontrolluntersuchungen bei Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung betrachtet das Journal of Health Monitoring. Die Auswertungen zeigen, wo bei Prävention, Gesundheitsförderung und zahnärztlicher Versorgung noch Bedarf an Veränderung und Verbesserung ist.

Der Journal-Beitrag beschreibt, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderung häufiger Zahnschmerzen hatten und bei ihnen das zweimal tägliche Zähneputzen seltener stattfand als bei Kindern und Jugendlichen ohne Behinderung. Unterschiede in der Inanspruchnahme zahnärztlicher Kontrolluntersuchungen waren nicht festzustellen. Insgesamt verweisen die Ergebnisse auf die Bedeutung von Maßnahmen zur Förderung der Zahnputzhäufigkeit, um die Mundgesundheit von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung zu verbessern. (Quelle: BZÄK)
 

Zahnarzt ist neuer Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dr. med. dent. Karl-Georg Pochhammer ist neuer Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (ApoBank). Der Aufsichtsrat wählte ihn aus den Reihen seiner Mitglieder als Nachfolger für Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery. Pochhammer, auch stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärtzlichen Bundesvereinigung (KZBV) ist seit 2011 Mitglied des Aufsichtsrats. Er folgte auf Dr. Wolfgang Eßer, damals KZBV-Vorstandsmitglied und seit 2013 KZBV-Vorstandsvorsitzender.

Wie Montgomery aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden ist Dr. med. dent. Helmut Pfeffer, Vorsitzender des Versorgungsausschusses des Versorgungswerks der Zahnärztekammer Hamburg. Der erfahrene Banker Gerhard Hofmann und Dr. Thomas Siekmann, früheres Vorstandsmitglied der Bank wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt.

Die Bank zahlt zudem ihren Mitgliedern für das Geschäftsjahr 2021, wie schon auf der Bilanzpressekonferenz angekündigt, eine Dividende von 7 Prozent aus. Das beschloss die Vertreterversammlung der Bank in Präsenz am 29. April 2022 in Düsseldorf. Damit stimmten die Vertreterinnen und Vertreter dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zu. (Quelle: ApoBank/QN)
 

Erster Band des Personenlexikons von Zahnärzten in der NS-Zeit erschienen

Prof. Dr. mult. Dominik Groß (Uni Aachen) hat jetzt den ersten Band des Personenlexikons von Zahnärzten und Kieferchirurgen in der Nazi- und Nachkriegszeit vorgelegt. Das „Lexikon der Zahnärzte und Kieferchirurgen im ‚Dritten Reich‘ und im Nachkriegsdeutschland – Täter, Mitläufer, Oppositionelle, Verfolgte, Unbeteiligte“ ist im Verlag Hentrich&Hentrich erschienen. Der zweite Band soll Ende dieses Jahres folgen. Das Werk ist das Ergebnis einer rund drei Jahrzehnte währenden Beschäftigung des Autors mit der Geschichte der zahnärztlichen Berufsgruppe und ihrer Fachvertreter. Entstanden ist das erste Personenlexikon zu den historisch bedeutsamsten Repräsentanten der Zahnheilkunde.

Lexikon der Zahnärzte und Kieferchirurgen im „Dritten Reich“ und im Nachkriegsdeutschland. Täter, Mitläufer, Oppositionelle, Verfolgte, Unbeteiligte Band 1: Hochschullehrer und Forscher (A–L). Hentrich&Hentrich, Leipzig 2022, 968 Seiten, Hardcover, 215 Abbildungen, ISBN: 978-3-95565-500-6, 69 Euro (Quelle: DGZMK)
 

Schrader: „Praxen stärken, nicht Renditejäger“

Der Bundesvorstand des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ) appelliert an die politisch Verantwortlichen, dem Ausverkauf der ambulanten (zahn-)ärztlichen Versorgung endlich wirksam zu begegnen. „Bislang wurde nur Verständnis geäußert, passiert ist wenig. Vielleicht führt ja die vom NDR angestoßene öffentliche Debatte um Arzt- und Zahnarztpraxen als Renditeobjekte nun politisch zum Umdenken“, sagte der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader während der Sitzung des Bundesvorstands in Bonn.

Am Freitagabend hatte die ZDF-Satiresendung „heute show“ das Thema Renditejäger im Gesundheitswesen aufgegriffen und dabei die Methoden der Investoren unter dem Motto „Doc Dividende – Gesundheit ist unbezahlbar“ offengelegt. Der Satire vorangegangen war das NDR-Magazin Panorama 3, das mit seinem Beitrag Strategien zur Übernahme von Praxen über das Vehikel des Aufkaufs teils maroder Kliniken aufdeckte und über das zum Teil grenzwertige Geschäftsgebaren von investorengesteuerten Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) und Ketten berichtete.

Die aktuellen Recherchen des NDR über Arzt- und Zahnarztpraxen als Spekulationsobjekt hätten alle Befürchtungen bestätigt, sagte Schrader. „Freiberuflich selbstständige Praxen sind das Rückgrat der medizinischen Versorgung. Wenn sie einmal weg sind, baut sie niemand wieder auf.“ Gleichzeitig mehrten sich laut Panorama-Bericht Hinweise darauf, dass MVZ in Investorenhand die Behandlungskosten in die Höhe treiben, ohne die Qualität der Versorgung zu verbessern. Oftmals werde sogar übertherapiert, um Renditeerwartungen des Investors zu befriedigen. In dem Beitrag kamen sowohl betroffene Patientinnen und Patienten zu Wort als auch Ärztinnen und Ärzte, die unter Druck gesetzt worden waren, um den Umsatz zu steigern.

Schrader: „Begründet wurde die Zulassung des sogenannten Fremdbesitzes von Arztpraxen seinerzeit mit einer Verbesserung der Versorgung unserer Patienten. Offensichtlich passiert jetzt das Gegenteil: Mit den Beiträgen der Versicherten wird nicht Versorgung gesichert, sondern die Rendite für Konzerne!“ (Quelle: FVDZ)
 

KV-App-Radar nimmt auch Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) in den Fokus

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) hat sein digitales Informationsportal zu Gesundheits-Apps am 2. Mai 2022 für alle Interessierten geöffnet. Der KV-App-Radar ist seit November 2020 online. Bislang war die umfassende Nutzung der Website www.kvappradar.de lediglich registrierten Ärztinnen/Ärzten und Psychotherapeutinnen/-therapeuten vorbehalten. Ab sofort haben alle Nutzer die Möglichkeit, nach sämtlichen in App-Stores gehosteten Gesundheits-Apps und DiGA zu recherchieren sowie sich zu verwandten Themen und Funktionen der jeweiligen Anwendung zu informieren. Die Möglichkeiten zum Informationsaustausch und zur Bewertung bleiben weiterhin auf die registrierten Nutzer beschränkt, heißt es.

„Das ermöglicht Ärztinnen und Ärzten sowie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sich zu informieren und gegenseitig erste Erfahrungen auszutauschen, um auf Wünsche von Patientinnen und Patienten nach mehr Beratung zu Gesundheits-Apps und mobil gesammelten Gesundheitsdaten einzugehen. Zudem haben angemeldete Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, ein ausführliches Gutachten zu Gesundheits-Apps beim Zi anzufragen“, so der Zi-Vorstandsvorsitzende Dr. Dominik von Stillfried. Lägen ausreichend Bewertungen für eine App vor, könnten auch interessierte Dritte sehen, wie die Bewertungen von Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen zur jeweiligen Anwendung ausfallen, so von Stillfried weiter. Zurzeit verfügt die Datenbank des KV-App-Radars über ca. 3.500 Gesundheits-Apps, die mehrheitlich aus dem Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention stammen. Darunter sind auch alle 31 derzeit im DiGA-Verzeichnis gelisteten Digitalen Gesundheitsanwendungen. (Quelle: ZI)
 

Ärzteschaft: Paradigmenwechsel in der Qualitätssicherung ist überfällig

Die Bundesärztekammer (BÄK) begrüßt, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) Aufwand und Nutzen der gesetzlichen Qualitätssicherung kritisch in den Blick nehmen und das Verfahren der datengestützten Qualitätssicherung vereinfachen will. Der G-BA hatte in einem Beschluss vom 21. April 2022 ein entsprechendes Eckpunktepapier zur Weiterentwicklung der datengestützten gesetzlichen Qualitätssicherung vorgestellt.

Die Intention des angekündigten G-BA-Papiers entspreche dem im Jahr 2020 vom Vorstand der BÄK verabschiedeten „Memorandum Qualitätssicherung/Qualitätsmanagement aus ärztlicher Sicht – Mehrwert für die Patientenversorgung“. Darin kritisiert die Bundesärztekammer, dass der immense ärztliche Aufwand für Qualitätssicherung in keinem Verhältnis zu dem daraus resultierenden Patientennutzen stehe. Die Ärzteschaft engagiere sich aktiv für Qualitätsförderung und die kontinuierliche Verbesserung der Patientenversorgung, unterstreicht die BÄK in dem Memorandum. „Externe Qualitätssicherung und internes Qualitätsmanagement müssen sich auf das eigentliche Ziel der Qualitätsförderung konzentrieren bzw. darauf wieder zurückgeführt werden.“

Wenn Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung jedoch als Ballast für die Versorgung statt als Hilfe empfunden würden, leide die Akzeptanz bei allen Beteiligten, warnen die Vorsitzenden der Qualitätssicherungsgremien der BÄK, Dr. Susanne Johna und Dr. Josef Mischo. Um den Datensammelwahn einzudämmen, fordert die Bundesärztekammer außerdem eine Abkehr von Vollerhebungen zugunsten von Stichproben, wo immer dies möglich ist. Qualitätssicherung müsse wieder praxisnah für Ärztinnen und Ärzte und nachvollziehbar für Patientinnen und Patienten gestaltet werden. (Quelle: BÄK)
 

Zahl des Monats: 100.000

Die Startauflage der grundlegend überarbeiteten KZBV-Patienteninformation „Parodontitis – Erkrankungen des Zahnhalteapparates vermeiden, erkennen, behandeln“ beträgt 100.000 Exemplare. Die Broschüre, die seit vielen Jahren die mit Abstand am häufigsten nachgefragte Publikation der KZBV ist, erläutert Ursachen und Auswirkungen von parodontalen Erkrankungen, informiert über Risikofaktoren, gibt Tipps zur Vorsorge und Früherkennung und geht umfassend auf die neuen Behandlungsmöglichkeiten der Volkskrankheit Parodontitis ein. Die aktualisierte Patienteninformation kann unter www.kzbv.de als PDF-Datei kostenfrei heruntergeladen oder als gedrucktes Exemplar im Webshop der KZBV bestellt werden. (Quelle: KZBV)

 

 

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