0,00 €
Zum Warenkorb
  • Quintessence Publishing Deutschland
Filter
1343 Aufrufe

Einverständnis- und Datennutzungserklärungen der Wearables oft nicht transparent

Sportuhren, Fitness-Tracker und Smart Watches erfassen sensible persönliche Daten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Technologie-Zentrums Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen beteiligen sich an einem Forschungsverbund, der neue Wege sucht, um Menschen den selbstbestimmten Umgang mit ihren digitalen Daten zu ermöglichen.

Die Vermessung der eigenen Gesundheit zählt aktuell zu den großen gesellschaftlichen Trends. Fitnesstracker, Sportuhren und Smart Watches kombinieren Werte wie die Herzfrequenz, das Gewicht und verschiedene Bewegungsdaten, um den Anwendern bei der Führung eines gesunden Lebensstils zu helfen.

Zusammenführung von Daten in Nutzerprofilen

Wenig hilfreich sind sie hingegen, wenn es darum geht, als Nutzer die Verwendung ihrer Daten zu verstehen und die passenden Datenschutzeinstellungen vorzunehmen. „Über die Selbst-Quantifizierung des persönlichen Verhaltens führen diverse Endgeräte und Plattformen persönliche Daten zusammen und bieten die Möglichkeit, ein komplexes Profil der Nutzenden und ihrer Umgebung zu erstellen“, erklärt Dr. Johannes Schöning, Professor für Mensch-Computer-Interaktion am TZI. „Bei den Daten, die durch Wearables erhoben werden, handelt es sich oft um sensible biometrische Gesundheitsdaten, deren Weitergabe und Verarbeitung nicht im Nachhinein geändert werden kann. Entsprechend hoch ist der Bedarf an einer Grundlage für die erleichterte, reflektierte Entscheidungsfindung zur Verwendung dieser Daten.“

Verständlicher mit interaktiven Darstellungen

Es gibt bereits Bestrebungen, Einverständnis- und Datennutzungserklärungen statisch zu bebildern, um sie besser verständlich zu machen. Das Projekt InviDas (Interaktive, visuelle Datenräume zur souveränen, datenschutzrechtlichen Entscheidungsfindung) geht einen Schritt weiter und erforscht interaktive Darstellungen, um Einverständnis- und Datennutzungserklärungen verständlich und erlebbar zu machen. Dabei werden drei Methoden eingesetzt: Infografiken, Gamification (spielerisches Lernen) und In-Situ Visualisierung – letzteres beschreibt beispielsweise Infografiken, die mit Hilfe von Augmented Reality (erweiterte Realität) in den Raum projiziert werden, um Datenflüsse anschaulich darzustellen.

Im konkreten Anwendungsfall der Wearables soll unter Zuhilfenahme verschiedener Datenvisualisierungen auf einen Blick dargestellt werden, wie umfangreich ein Datenprofil der Person ist, welche Rückschlüsse beispielsweise auf Krankheiten gezogen werden können und welche Akteurinnen und Akteure auf bestimmte Daten zugreifen können. Bisher existieren solche Nutzerprofil-Repräsentationen nur in Textform, was die Interaktionsmöglichkeiten begrenzt.

Das Projekt läuft bis April 2023 und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms „Technik zum Menschen bringen“ mit insgesamt 1,82 Millionen Euro gefördert. Im gleichen Förderprogramm ist das TZI bereits mit dem Projekt „UsableSec@Home“ vertreten. Dort geht es um den Schutz vor Sicherheitslücken im Smart Home.

Titelbild: Maridav/shutterstock.com
Quelle: Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) Universität Bremen Bunte Welt Nachrichten Menschen

Adblocker aktiv! Bitte nehmen Sie sich einen Moment ...

Unser System meldet, dass Sie eine aktive AdBlocker-Software verwenden, die verhindert dass alle Seiteninhalte geladen werden können.

Fair geht vor: Unsere Partner aus der Industrie tragen durch ihre Anzeigen einen maßgeblichen Teil zum Betreiben dieser Newsseite bei. Diese finden Sie in überschaubarer Anzahl auf der Startseite sowie den einzelnen Artikelseiten.

Bitte setzen Sie www.quintessence-publishing.com auf Ihre „AdBlocker Whitelist“ oder deaktivieren Ihre AdBlocker Software. Danke.

Weitere Nachrichten

  
29.09.2022

Flüchtlingslager Vial: Dental-EMT hilft und braucht Unterstützung

Ein Jahr mit dem Dental Emergency Team (Dental-EMT) unterwegs im Flüchtlingslager Vial auf der Insel Chios
19.09.2022

Zucker – die süße Verführung

Tipps der Stiftung Kindergesundheit zum klugen Umgang mit Süßigkeiten
14.09.2022

Tipps für ein gesundes Schulfrühstück

Raus aus der Zuckertüte, rein in die Brotdose? – Warum das keine gute Idee ist
05.09.2022

„Geist schafft Materie“

Wie aus einer Idee zahntechnische Labor- und Ausbildungsplätze in Sambia entstanden
26.08.2022

Mit Nasenspray und Mundspülung die Viruslast senken

DGKH Fachgesellschaft empfiehlt Prävention von Covid-19 durch viruzides Gurgeln und Sprühen
22.08.2022

Schultüte fotografieren und Mundhygiene-Kit gewinnen!

Fotoaktion des Vereins für Zahnhygiene e.V. zum Schulstart wirbt für Spiel und Spaß statt Süßem
16.08.2022

Großspende an das RKH-Klinikum Ludwigsburg für Mitarbeitergarten

Aera EDV-Programm GmbH dankt Klinikangestellten für ihre Arbeit in der Corona Pandemie
15.08.2022

Der 12. August ist Kinder-Überzuckerungstag

Aktion von Foodwatch macht auf hohen Zuckerkonsum von Kindern und mangelnde Reaktion aus Politik aufmerksam