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Eng mit Entwicklung und Vermittlung des Cerec-Systems verbunden – national und international als Referent und Autor aktiv

Dr. Klaus Wiedhahn✝︎ (1946-2022)

(c) Quintessen Publishing

Wer sich mit dem Cerec-System beschäftigt, kennt – nicht nur in Deutschland – seinen Namen: Dr. Klaus Wiedhahn. Jetzt kam die traurige Nachricht, dass Wiedhahn am 14. September 2022 kurz vor seinem 76. Geburtstag auf einer Reise in den USA überraschend gestorben ist.

Wiedhahn (Jahrgang 1946), der Zahnmedizin in Hamburg studierte und 1973 seine Approbation erhielt, war seit 1976 in eigener Praxis in Buchholz in der Nordheide niedergelassen und dort nach wie vor tätig, nachdem seine Tochter Dr. Claudine Buchholz 2015 die Praxis übernommen hatte. Schon 1988 wurde er zum Anwender des damals neuen Cerec-Systems und schnell einer der engagierten Begleiter und Mitentwickler dieses Systems.

Seit 1991 war Wiedhahn in Deutschland und fast aller Welt als Referent praktischer Aus- und Fortbildungskurse aktiv und auch als Autor zahlreicher wissenschaftlicher Fachbeiträge zum Cerec-System, zu Materialien und Digitalisierung in der Zahnarztpraxis tätig. Die Digitalisierung und Keramikveneers waren zuletzt Schwerpunkte seiner Arbeit.

Mitgründer und Ehrenvorstand der DGCZ

Bereits 1992 war er eine der treibenden Kräfte hinter der Gründung der Deutschen Gesellschaft für computergestützte Zahnheilkunde (DGCZ), die ihn inzwischen zum Ehrenvorsitzenden ernannt hat. „Wie kein anderer hat er über Jahrzehnte die Entwicklung des Cerec-Systems beeinflusst und geprägt. Kaum ein Cerec-Anwender auf dieser Welt wurde nicht direkt oder indirekt von seinem unermüdlichen Streben nach dem Besseren beeinflusst und beflügelt. Dabei war er immer Diplomat und hatte für jeden eine Lösung parat. Sei es als Mentor und Freund seiner Kollegen oder als ständiger Berater für die Industrie. Seine Meinung war immer gefragt, hatte er doch für jeden ein offenes Ohr und wusste immer Rat. Unter seiner Anleitung und Leadership wurde Anfang der 1990er-Jahre die DGCZ gegründet“, heißt es im Nachruf der Gesellschaft.

Präsident der ISCD, Mitbegründer des IJCD

Im Jahr 1998 gründete er zusammen mit Cerec-Pionieren aus allen Teilen der Welt in Zürich die International Society of Computerized Dentistry (ISCD), deren Präsident er seit 2004 war. 1998 startete er mit dem 1. ISCD Cerec Trainers Course eine Erfolgsgeschichte in der Cerec-Ausbildung.

Ebenfalls 1998 rief Wiedhahn gemeinsam mit dem Quintessenz Verlag das international anerkannte „International Journal of Computerized Dentistry“ (IJCD), offizielles Organ der ISCD, ins Leben, in dem auch zahlreiche Fachbeiträge und Editorials in seiner Autoren- oder Co-Autorenschaft erschienen. Der zweisprachige Titel zählt heute mit einem Impact-Factor von 2.923 zu den bedeutenden internationalen Fachpublikationen zur digitalen Zahnmedizin.

„Failure is not an option“

„Klaus Wiedhahn inspirierte seine Kollegen immer wieder, über sich hinaus zu wachsen. Seine Vision einer einzigartigen Cerec-Fortbildungseinrichtung setzte er erfolgreich um und war maßgeblich an der Gründung der Digital Dental Academy (DDA) in Berlin beteiligt, deren Geschäftsführer er bis zuletzt war. Unermüdlich und mit immer neuen Ideen versuchte er auch gegen alle Widerstände das Ziel nie aus den Augen zu verlieren. „‚Failure is not an option‘“ war sein Lebensmotto. Wir werden seine Ausgeglichenheit, seinen Rat und Motivationskraft und seine Freundschaft sehr vermissen“, so die DGCZ in ihrem Nachruf auf ihren Ehrenvorsitzenden.

Engagierter Partner des Verlags

Auch der Quintessenz Verlag trauert um einen engagierten Autor und Partner des Verlags. Die Nachricht seines plötzlichen Todes hat auch uns getroffen. In der vielseitigen gemeinsamen Arbeit ist es gelungen, das Thema Cerec und digitale Zahnmedizin in Deutschland und international mit wissenschaftlichen Fachbeiträgen und anwenderbezogenen Berichten fachlich anspruchsvoll zu befördern und zu verbreiten und das IJCD zu einer auch international angesehenen Fachpublikation zu machen. Wir danken Klaus Wiedhahn für sein Engagement und Vertrauen. Unser tiefes Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten seiner Familie.

Dr. Marion Marschall, Berlin

Quelle: Quintessence News Menschen Aus dem Verlag Digitale Zahnmedizin

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