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Straumann Group meldet solides Ergebnis für 2020 – für 2021 Wachstum angestrebt

(c)Zihla/Straumann Group

Angesichts der erheblichen Verwerfungen, die das Coronavirus 2020 verursacht hat, und im Vergleich zum im Jahr 2019 erzielten Rekordergebnis, hat die Straumann Group 2020 ein solides Geschäftsergebnis erzielt. Organisch ging der Umsatz um 6 Prozent zurück, starke negative Wechselkurseffekte vergrößerten die Differenz in Schweizer Franken auf 11 Prozent. Der Umsatz erreichte somit CHF 1,4 Milliarden Schweizer Franken (CHF). Das meldet das Unternehmen zur Präsentation der Jahresbilanz am 16. Februar 2021.

Nach einem vielversprechenden Start in das Jahr 2020 sei das Geschäft im zweiten Quartal ins Stocken geraten, als viele Zahnarztpraxen schließen mussten. Als der Lockdown gelockert wurde, kehrte das Wachstum im 3. Quartal wieder zurück und setzte sich auch im 4. Quartal fort, in dem der organische Umsatz gegenüber dem Vergleichsquartal 2019 um 8 Prozent stieg, heißt es. Zum Jahresende sei das organische Wachstum in allen Regionen zurückgekehrt. In der am wenigsten betroffenen Region Asien/Pazifik (APAC) stieg das Wachstum im Q4 auf einen hohen zweistelligen Bereich und die Region schloss das Jahr nahezu auf dem Niveau von 2019 ab. Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) sowie Nordamerika verzeichneten Rückgänge im mittleren einstelligen Bereich, während Lateinamerika die größte Herausforderung meisterte und 85 Prozent seines organischen Umsatzes aus dem Vorjahr erreichte.

Kosten reduziert, Personal abgebaut

Zu Jahresbeginn habe die Gruppe rasch reagiert, um die kurz- und mittelfristigen finanziellen Auswirkungen der Pandemie durch eine Senkung der Betriebskosten, die Einführung von Kurzarbeit sowie die Restrukturierung und Verschiebung bestimmter Investitionen abzuschwächen. Parallel zu subventionierter Kurzarbeit und reduzierter Vergütung einschließlich eines freiwilligen Lohnverzichts seitens des Verwaltungsrats und des oberen Managements sei die Gruppe leider gezwungen gewesen, ihre globale Belegschaft um 9 Prozent abzubauen. Diese Maßnahmen sowie der Rückgang der Geschäftsreisen, Marketing-Veranstaltungen und sonstigen Aktivitäten schwächten den Druck auf die Profitabilität ab und stützten die Kern-EBITDA-Marge, EBIT-Marge und Reingewinnmarge, welche 29,5 Prozent, 23,4 Prozent beziehungsweise 18,3 Prozent erreichten.

Einschließlich der Abschreibungen aus Kaufpreisallokation (PPA) von 9 Millionen CHF, Wertberichtigungen von CHF 150 Millionen, Restrukturierungskosten von 15 Millionen CHF sowie Vorsorgeplanänderungen von 5 Millionen CHF belief sich das ausgewiesene Nettoergebnis auf 92 Millionen CHF bei einem Gewinn pro Aktie von 5,75 CHF (Kern: 16,20 CHF).

Die Gruppe habe den Ausbau ihrer Produktionskapazitäten (>50 Millionen CHF) fortgesetzt. Zusammen mit Investitionen in Informationstechnologien und sonstigen Anlagen führte dies zu einem Investitionsaufwand von 82 Millionen CHF. Der Geldfluss aus operativer Tätigkeit belief sich auf 377 Millionen CHF, wobei der Free Cashflow 295 Millionen CHF erreichte.

Potenziale in der ästhetischen Zahnmedizin erschlossen

Im Juli 2020 habe die Straumann Group mit der Übernahme von DrSmile weiter in den wachsenden Markt für transparente Aligner investiert. „Als einer der führenden Anbieter kieferorthopädischer Behandlungen unter zahnärztlicher Aufsicht in Europa, ergänzt DrSmile das bestehende Geschäft mit transparenten Alignern um wertvolle Expertise im Bereich des Direct-to-Consumer-Marketings. Das Unternehmen hat ein breites Netz von Partnerpraxen in Deutschland aufgebaut und ist in den vergangenen zwölf Monaten nach Österreich, Spanien und Frankreich expandiert. Diese werden Zahnärzten wesentliche Chancen bieten, ihr Praxisgeschäft durch zusätzliche Kanäle auszubauen und Patienten eine komfortable, medizinisch fundierte und hochwertige Behandlung anzubieten“, heißt es in der Jahresbilanz-Meldung zu diesem Investment.

Globaler Partner für integrierte intraorale Scanning-Lösungen

Intraoralscanner spielten in der Gruppenstrategie zur Schaffung eines führenden digitalen Ökosystems in der ästhetischen Zahnheilkunde eine zentrale Rolle. Im Oktober 2020 habe die Gruppe die 3Shape TRIOS Scanner vollständig in ihre Softwarelösungen und -dienste integriert und biete nahtlose Konnektivität mit den Lösungen von Straumann für die Kieferorthopädie, die restaurative Zahnmedizin, die Implantatchirurgie, das Chairside-Fräsen und die digitale Zahnmedizin.
Zum Jahresende 2020 hat Straumann zudem die globalen Vertriebsrechte für die kostengünstigen Intraoralscanner von Medit erworben. Damit habe man das breite Angebot ergänzen und die Gruppe ihre Position als globaler Partner der Wahl für integrierte intraorale Scanning-Lösungen ausbauen können.

Neuer Produktionsstandort in Deutschland

Medentika als Marke für kostengünstige, plattformübergreifende Lösungen und Implantate sei – trotz Pandemie – das gesamte Jahr über gewachsen, hießt es. Im Dezember 2020 verlagerte das Unternehmen die Produktion in Deutschland von Renningen an einen eigens errichteten Produktionsstandort in Calw, der sofort in Betrieb ging und Platz für weiteren Kapazitätsausbau bietet, so der Bericht.

Innovationen im kieferorthopädischen Segment

Im Dezember habe man einen weiteren Patentschutz für einen dreischichtigen Hochleistungswerkstoff für transparente Aligner erhalten. Dieser wurde entwickelt, um Patienten hervorragenden Komfort und starke Kräfte bei der Bewegung der Zähne zu bieten. Das neue Patent umfasst 34 Ansprüche und wurde Bay Materials, einer Tochtergesellschaft der Gruppe, in den USA erteilt.

Expertise und Versorgung mit Keramik-Materialien gesichert

Straumann setze bei der Produktion von ästhetischen Restaurationselementen und Implantaten auf Hochleistungskeramik-Technologie. Im 4. Quartal unterzeichnete die Gruppe eine Vereinbarung zur Übernahme von OxiMaTec im Jahr 2023. Das deutsche Unternehmen ist auf Keramik spezialisiert.

Innovation im Bereich Implantatpflege

Im Jahr 2021 erwarb die Straumann Group zudem eine Minderheitsbeteiligung an dem norwegischen Biotech- Unternehmen Labrida AS, um das Portfolio im Bereich der Implantatpflege zu erweitern und zusätzliche Lösungen für die Behandlung periimplantärer Erkrankungen anzubieten. Die Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen sichert Straumann Optionsrechte, um künftig ihre Anteilsquote zu erhöhen, sowie Exklusivvertriebsrechte in wichtigen Märkten für Labrida BioCleanTM, eine innovative Bürste für den professionellen Einsatz in der Implantatpflege für die langfristige Erhaltung.

2021 organisches Umsatzwachstum angestrebt

CEO Guillaume Daniellot kommentierte: „Angesichts des sehr herausfordernden Umfelds schließen wir das Jahr 2020 mit einem soliden Ergebnis ab, wenngleich wir bis zum Jahresende nicht das Niveau von 2019 erreicht haben. Unsere Reaktion auf die Pandemie und unsere Bemühungen um eine starke Rückkehr haben sehr erfolgreich dazu beigetragen, die Folgen von Covid-19 abzumildern. Neben unserem gesamten Team und allen, die uns dabei unterstützt haben, diese Situation zu meistern, möchte ich den Mut und die Professionalität unserer Kunden würdigen, die Patienten unter solch schwierigen Umständen versorgt haben. Aufgrund unserer nachhaltigen überdurchschnittlichen Leistung, andauernden Investitionen in künftige Wachstumschancen, der Fortführung umfassender zahnmedizinischer Leistungen sowie der laufenden Impfprogramme sind wir vorsichtig optimistisch, dass wir in diesem Jahr ein organisches Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich erzielen werden.”

 

Quelle: Straumann Group Wirtschaft Nachrichten

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