438 Aufrufe

Digitaler Antragsassistent mit mehr als 20.000 Anträgen erfolgreich gestartet – kompletter Antrag online möglich

(c)fizkes/Shutterstock.com

Seit Oktober 2020 können Schülerinnen, Schüler und Studierende in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) über den neuen digitalen Antragsassistenten „BAföG Digital“ beantragen. Jetzt kommen weitere Bundesländer hinzu.

Bereits verfügbar ist der Online-Antrag auch in Hamburg, im Mai kommen mit Brandenburg, Thüringen und Saarland drei weitere Länder hinzu. In allen übrigen Ländern wird „BAföG Digital“ sukzessive bis zum Sommer eingeführt, so das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Seit dem Start wurden das neue Tool bereits für 22.000 Anträge genutzt, nun geht das Pilotverfahren in den Realbetrieb über. „BAföG Digital“ wurde im Rahmen der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) entwickelt. Alle 16 Länder haben die entsprechende Verwaltungsvereinbarung mittlerweile unterzeichnet. Damit sei die weitere Entwicklung und der Betrieb des Antragsassistenten bis 2023 durch Mittel aus dem OZG-Konjunkturpaket sichergestellt.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, erklärte, vielen jungen Menschen gebe das BAföG die Möglichkeit, ein Studium aufzunehmen. „Damit sichert das BAföG gerade jetzt, in der aufgrund der Pandemie angespannten Wirtschaftslage, vielen jungen Menschen verlässlich den Zugang zu Bildung.“ Sie freue sich deshalb, dass man mit „BAföG Digital“ den Zugang zu dieser wichtigen Leistung konsequent weiter vereinfachen könne.

„BAföG Digital“ – Hintergrund

Bund und Länder haben im Rahmen der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) gemeinsam den einheitlichen und nutzerfreundlichen Online-Antragsassistenten „BAföG Digital“ entwickelt. Federführend an der Entwicklung beteiligt waren das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Land Sachsen-Anhalt.

Ein Land entwickelt, alle steigen ein

Der Betrieb und die Fortentwicklung des Antragsassistenten werden durch Mittel aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung bis Ende 2022 finanziert. Die Länder werden gezielt entlastet und die Leistung nach dem Prinzip „Einer für Alle“ flächendeckend verfügbar gemacht. „Einer für Alle“ bedeutet, dass ein Land eine Leistung zentral entwickelt und betreibt – und diese anschließend anderen Ländern und Kommunen zur Verfügung stellt. Diese können den Antrag so nahezu reibungslos übernehmen. Das Projekt ist Teil des gemeinsamen Vorhabens von Bund, Ländern und Kommunen, alle wesentlichen Behördengänge bis Ende 2022 digital zu ermöglichen. Ziel ist es unter anderem, dass Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen online für jedes Anliegen im Schnitt nur noch halb so viel Zeit benötigen wie offline.
 

Das neue Portal BAföG digital
Das neue Portal BAföG digital
Screenshot: Quintessence News

 

Antrag vollständig online stellen

Insbesondere für priorisierte Leistungen mit hohen Fallzahlen werden deutlich vereinfachte und intuitiv bedienbare digitale Antragsprozesse geschaffen, die die Online-Nutzungsraten dieser Leistungen signifikant erhöhen sollen. Für das BAföG bedeutet das: Schülerinnen, Schüler und Studierende sollen den BAföG-Antrag vollständig online durchführen können. Mit dem Antragsassistenten „BAföG Digital“ wird die bereits seit 2016 mögliche digitale Antragstellung deutlich verbessert und vereinheitlicht. Am Test waren Antragsteller, Eltern und die Bearbeiter der Studierendenwerke etc. beteiligt.

Übersichtlich und datensparsam gestaltet

Der digitale BAföG-Antrag ist besonders übersichtlich und datensparsam gestaltet. Über den Konfigurator werden mit einfachen und verständlichen Fragen alle relevanten Formblätter zu einem Antrag zusammengefügt. Ein dynamisches Formular ermöglicht es, dass Antragsteller nur relevante Fragen beantworten müssen. Zudem unterstützen bürgerfreundliche Hilfetexte die Antragstellung. Nachweise können während des Antragsprozesses oder zu einem späteren Zeitpunkt per Computer oder Smartphone hochgeladen werden. Studierende sowie Schülerinnen und Schüler können zudem den Status ihres Antrags online nachverfolgen.

Responsiv über jedes Endgerät zu bedienen

Der Antrag wurde in einem responsiven Design gestaltet, so dass er über jedes Endgerät genutzt werden kann. Des Weiteren stellt „BAföG Digital“ über die Nutzung des Nutzerkontos Bund des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat eine sichere Identifizierung und Authentifizierung der Antragstellenden sicher. Durch die Authentifizierung mit der Online-Funktion des Personalausweises wird die höchste Sicherheitsstufe geboten.

Geld aus dem Corona-Konjunkturpaket

Aus dem Corona-Konjunkturpaket stellt der Bund bis Ende 2022 zusätzliche Finanzmittel für die Weiterentwicklung und flächendeckende Verfügbarkeit von „BAföG Digital“ bereit. Damit werden die Länder gezielt entlastet. Die beteiligten Länder teilen sich ab 2023 die Kosten, um den Dienst zu betreiben und weiterzuentwickeln.

 

Quelle: BMBF med.dent.magazin Team Bunte Welt Nachrichten Praxis

Adblocker aktiv! Bitte nehmen Sie sich einen Moment ...

Unser System meldet, dass Sie eine aktive AdBlocker-Software verwenden, die verhindert dass alle Seiteninhalte geladen werden können.

Fair geht vor: Unsere Partner aus der Industrie tragen durch ihre Anzeigen einen maßgeblichen Teil zum Betreiben dieser Newsseite bei. Diese finden Sie in überschaubarer Anzahl auf der Startseite sowie den einzelnen Artikelseiten.

Bitte setzen Sie www.quintessence-publishing.com auf Ihre „AdBlocker Whitelist“ oder deaktivieren Ihre AdBlocker Software. Danke.

Weitere Nachrichten

  
10.06.2021

Mentaltraining: „So stärkst Du Dein emotionales Immunsystem“

Zu Gast in Oldenburg: Jill Baier, Mindset-Coach, Mentaltrainerin Handball-Bundesliga Frauen – „ladies dental talk“ ab Juli 2021 wieder live
10.06.2021

Kurz und knapp

Kurznachrichten und Informationen aus der (dentalen) Welt – Juni 2021
07.06.2021

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg

Der Geschäftsführende Vorstand der BZÄK ist jünger und weiblicher – ein Kommentar von Dr. Marion Marschall
07.06.2021

Und sie bewegt sich doch …

Mit Spannung erwartet und überraschend: Dr. Uwe Axel Richter zur Wahl des neuen Geschäftsführenden Vorstands der BZÄK
07.06.2021

Jünger und weiblicher – Kontinuität und Wandel in der BZÄK

Wahlen und Beschlüsse der außerordentlichen Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer in Berlin
07.06.2021

Dreiteiliges Videoprojekt der KZBV zur neuen PAR-Richtlinie

Systematische Versorgung von Parodontitis ist ein neuer Anfang – 1. Video anlässlich der Jahrestagung der DG Paro am 4. Juni 2021 erschienen
03.06.2021

Kaum noch Infektionen in der zweiten und dritten Welle

Neue Studie unter britischen Zahnärzten zeigt Ausmaß des beruflichen Risikos einer Sars-CoV-2-Infektion – wichtige Aussagen für das Fortschreiten der Pandemie erwartet
02.06.2021

BZÄK: Mindestens drei Kandidaten für das Präsidentenamt

Prof. Dietmar Oesterreich, Prof. Christoph Benz und Dr. Michael Frank haben Kandidatur erklärt – bislang keine Frau unter den Vorstandskandidaten

Verwandte Bücher

  
Fischer, Peter

10 Rücken-Fit-Basics für das zahnärztliche Team

10 einfache Schritte für Ihre dauerhafte Rückengesundheit
Filippi, Andreas / Waltimo, Tuomas (Hrsg.)

Speichel

Ein Nachschlagewerk für Zahnärzte, Hausärzte, Kinderärzte, Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Dentalhygienikerinnen, Zahnmedizinische Prophylaxe- und Fachhelferinnen, Logopäden sowie Studierende der Medizin und Zahnmedizin
Brendel, Oliver

Die 5-Sterne-Praxis

Erfolgsstrategien für den ambitionierten Zahnarzt