0,00 €
Zum Warenkorb
  • Quintessence Publishing Deutschland
Filter
270 Aufrufe

Höhere Freibeträge und Altersgrenzen – Nothilfeinstrument innerhalb des Bafög installieren

(c) Prostock-studio/Shutterstock.com

Das Bafög soll flexibler, attraktiver und moderner werden: Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger will die Freibeträge vom Eltern-Einkommen wie auch die Bedarfssätze spürbar anheben. In der Reform ist ebenfalls vorgesehen, den Freibetrag vom Vermögen der Auszubildenden zu erhöhen. Ebenso soll die Altersgrenze, bis zu der man Bafög bekommen kann, auf 45 Jahre steigen.

Das Ziel: Durch die Änderungen sollen mehr Menschen ihre Talente entfalten und vom Bafög profitieren können. Das Gesetz soll bereits im Sommer 2022 in Kraft treten.

Nothilfegesetz im Herbst

Mit dem 28. BAföG-Änderungsgesetz wiederum soll ein Nothilfeinstrument innerhalb des Bafög geschaffen werden. Es soll der Bundesregierung ermöglichen, schneller und wirksamer auf Notlagen wie zuletzt in der Covid-19-Pandemie reagieren zu können. Dieses Gesetz wird voraussichtlich im Herbst 2022 in Kraft treten.

Gesamtreform des Bafög vorgesehen

Beide Gesetzesvorlagen sind jedoch nur ein erstes Paket. Ministerin Stark-Watzinger plant weitere Maßnahmen, um das BAföG zu modernisieren. Das kündigte sie am 12. Mai 2022 im Bundestag in der Debatte zu den Änderungen beim Bafög an. Danach sind 2,3 Milliarden Euro für die Reform des Bafög in dieser Legislaturperiode eingeplant.

Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP)
Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP)
Foto: BMBF/Hans-Joachim Rickel
„Was ist konkret vorgesehen? Wir werden beides erhöhen: die Fördersätze und die Zahl derer, die sie in Anspruch nehmen. Wir heben die Freibeträge beim Einkommen der Eltern um satte 20 Prozent an; das erhöht die Reichweite des Bafög deutlich. Damit erreichen wir nämlich auch viele, bei denen das Studium auf der Kippe stand, weil die Eltern zwar nicht schlecht verdienen, aber es immer noch nicht reicht, um diese erhebliche Belastung zu stemmen. Und auch der Förderhöchstbetrag wird deutlich steigen, nämlich um 8 Prozent auf 931 Euro. Wir wollen die Bedarfssätze, den Kinderbetreuungszuschlag, aber vor allen Dingen auch den Wohnzuschlag anheben; denn die Mieten und die Energiekosten steigen. Deshalb auch noch außerhalb des Bafög der Heizkostenzuschuss, den wir den Studierenden gewähren“, so die Ministerin.

Leichter Bafög und Restschuldbefreiung beantragen

Vereinfacht werden soll auch das Beantragungsverfahren, das derzeit nur teilweise digital funktioniert. Mit der Reform soll Bafög dann komplett digital beantragt werden können. Auch beim Thema Restschuldbefreiung soll es Änderungen geben, diese soll ebenfalls leichter beantragt werden können.

Studienstarthilfe, Fachwechsel und Höchstdauer

Neu ist die Studienstarthilfe – „wir wollen junge Menschen unterstützen, wenn sie aus Familien kommen, denen Geld für Umzug, Immatrikulation oder IT-Ausstattung fehlt“, so Stark-Watzinger.  Außerdem ist mehr Flexibilität bei der Höchstdauer des Bafög-Bezugs und beim Fachrichtungswechsel geplant, natürlich auch die elternunabhängige Komponente.

Ab Juni auch für geflüchtete Studierende aus der Ukraine

Ab Juni sollen auch geflüchtete Studierende aus der Ukraine Bafög bekommen, kündigte die Ministerin an. Weitere Informationen zum aktuellen Bafög und den Unterstützungsmöglichkeiten wie Heizkostenzuschuss oder Hinweise für Geflüchtete gibt es auf dem Bafög-Portal.

 

med.dent.magazin Politik Bunte Welt

Adblocker aktiv! Bitte nehmen Sie sich einen Moment ...

Unser System meldet, dass Sie eine aktive AdBlocker-Software verwenden, die verhindert dass alle Seiteninhalte geladen werden können.

Fair geht vor: Unsere Partner aus der Industrie tragen durch ihre Anzeigen einen maßgeblichen Teil zum Betreiben dieser Newsseite bei. Diese finden Sie in überschaubarer Anzahl auf der Startseite sowie den einzelnen Artikelseiten.

Bitte setzen Sie www.quintessence-publishing.com auf Ihre „AdBlocker Whitelist“ oder deaktivieren Ihre AdBlocker Software. Danke.

Weitere Nachrichten

  
27.06.2022

„Ein Verband von ZahnÄrztinnen für ZahnÄrztinnen“

Neuausrichtung und Vorstandswahlen beim Verband der ZahnÄrztinnen – Dentista e.V. in Würzburg
15.06.2022

Eine Vertrauenskurve, die von Erfahrungen profitiert

Dr. Nora Joos setzt in ihrer Praxis vermehrt auf ein Universaladhäsiv und berichtet über ihre Erfahrungen
10.06.2022

Summer School Programm für Studierende in Mainz

Ivoclar unterstützt Studierende der Zahnmedizin mit besonderem Programm – Termin Ende August 2022
09.06.2022

„Das gesamte Curriculum war für mich ein Gewinn“

Trainerinnen und Teilnehmerinnen ziehen positives Fazit des ersten Cerec-Curriculums – zweite Auflage startet Anfang November 2022
09.06.2022

Ludwigsburg: Zahnmedizinische Fortbildung auf hohem Niveau

Nach zwei Jahren Pause wieder live – ZFZ-Sommer-Akademie 2022 mit großem Sommerfest
01.06.2022

Junge Ärztinnen und Ärzte sehen wirtschaftlichen Druck kritisch

Diskussionsforum beim Deutschen Ärztetag zum Thema „Die Macht des Geldes über ärztliche Entscheidungen“
01.06.2022

Gemeinsam für den Nachwuchs: Burgenlandkreis und KZV LSA vereinbaren Kooperation

Mehr als 40 Prozent der Zahnärzte bereits 60 oder älter – Kombi-Stipendium, Patenpraxen und Tätigkeit im Kreis
01.06.2022

Neu geplante Praxen müssen barrierefrei sein

Barrierefreiheit, Mindestgröße & Co.: Was gilt bei der Praxisplanung? – ein kleiner Überblick