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Aus „Medis4ÖGD“ wird „Studis4ÖGD“ – auch andere Fachrichtungen willkommen

(c)Party people studio/Shutterstock.com

Eine Erfolgsgeschichte wird fortgesetzt und ausgebaut: Aus der von und für Medizinstudierende 2020 gegründeten Freiwilligenbörse „Medis4ÖGD“ wird „Studis4ÖGD“ und damit auch ein Angebot für Studierende anderer Fachrichtungen.

Studierende und Gesundheitsämter haben die Freiwilligenbörse „Medis4ÖGD“ im vergangenen Jahr sehr gut angenommen. Sie unterstützten das Personal während der Covid-19-Pandemie, beispielsweise bei der Kontaktnachverfolgung, dem Quarantänemanagement und der Organisation von Abstrichen. Über die Börse wurden bis zu 345 Studierende pro Monat vermittelt und insgesamt 2.257 Monate studentische Unterstützung in den Ämtern abgerechnet. Das berichtet der Partner Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BFÖGD) an 24. Februar 2021.

Noch breitere Zielgruppe einbinden

Das Projekt wurde 2021 zu „Studis4ÖGD“ erweitert. Wegen des großen Bedarfs können sich nun auch Studierende anderer Fachrichtungen melden. „Wir freuen uns, dass die Freiwilligenbörse fortgesetzt wird und als Studis4ÖGD eine noch breitere Zielgruppe einbindet. In der Pandemie waren besonders Medizinstudierende oft einer hohen Mehrfachbelastung ausgesetzt. Wir begrüßen es, wenn der Einsatz in den Gesundheitsämtern sinnvoll auf mehrere Schultern verteilt wird. Dies wird der Interdisziplinarität der Akteure in den Ämtern nur gerecht“, meint Birthe Seifert, Bundeskoordinatorin für Public Health der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd).

Wichtige Unterstützung, beeindruckende Hilfsbereitschaft

„Ich bin beeindruckt von der enormen Hilfsbereitschaft der vielen Studierenden, die mit großem Einsatz in den Gesundheitsämtern mitgearbeitet haben“, sagt die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V. (BVÖGD), Dr. Ute Teichert. Der Verband hat die Börse zusammen mit der bvmd aufgebaut.

Arbeitsvertrag und angemessene Vergütung

„Die Freiwilligen unterstützen das Personal in den Gesundheitsämtern an der vordersten Front der Pandemiebekämpfung. Sie erhalten einen Arbeitsvertrag, eine angemessene Vergütung und werden im Vorfeld online geschult“, erläuterte Teichert.  „Es freut mich besonders, dass sich viele Nachwuchsmediziner*innen für das Öffentliche Gesundheitswesen interessieren und einen Einblick in die wichtige Arbeit dort gewinnen konnten“, so die BVÖGD-Vorsitzende.

So arbeitet die Börse
Über ein Kontaktformular (https://www.bvoegd.de/freiwilligenboerse.html) können sich Freiwillige registrieren und ihren bevorzugten Einsatzort angeben. Gesundheitsämter erhalten darüber einen Einblick, wer sich in ihrem Einsatzgebiet engagieren möchte und können die Betreffenden direkt kontaktieren. Der konkrete Einsatzort und Arbeitszeiten werden individuell vertraglich geregelt.


Weiteres Portal für ehrenamtliche Hilfe

Neben dieser Börse gibt es noch ein weiteres Portal, das Hilfswillige und Organisationen zusammenbringt. Bei „match4healthcare.eu“, einem Projekt der Studierendeninitiative Medis-vs-COVID19 und der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd), das unter anderem von KBV, BÄK und Marburger Bund unterstützt und von weiteren Einrichtungen und Organisationen empfohlen wird. Der Einsatz hier ist ehrenamtlich und unentgeltlich.

Quelle: BVÖGD/Quintessence News med.dent.magazin Praxis Bunte Welt Nachrichten

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