0,00 €
Zum Warenkorb
  • Quintessence Publishing Deutschland
Filter
1216 Aufrufe

Das Lithoz LCM-Verfahren zeigt in einer Machbarkeitsuntersuchung vielversprechende Ergebnisse

Mittels Lithoz CeraFab S65 Medica-3-D-Drucker im LCM-Verfahren hergestellte Kronen aus Lithium-Disilikat mit Stützstrukturen nach dem Kristallisationsbrand.

(c) Lithoz/Schweiger, LMU

In einer aktuellen Machbarkeitsuntersuchung der Firma Lithoz (Wien, Austria) konnte gemeinsam mit dem Zahntechnischen Labor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der LMU München die Herstellung von vollkeramischen Kronen aus Lithium-Disilikat in eindrücklicher Weise demonstriert werden. Das dazu verwendete LCM-Verfahren der Firma Lithoz ist aufgrund der hohen Auflösung und detailgetreuen Wiedergabe der feinen Kronenstrukturen (Kauflächen-Fissuren, Kronenränder) in idealer Weise für die Herstellung dentaler Restaurationen geeignet. Die Transluzenz und das ästhetische Gesamtergebnis konnten als sehr gut beurteilt werden (Titelbild und Abb. 1).

Völlig neue Ansätze zur naturidentischen Herstellung von Zahnersatz

Additive Verfahren haben den wesentlichen Vorteil, dass die Eigenschaften der Bauteile während des Bauprozesses beeinflusst werden können. Dies betrifft sowohl die mechanischen als auch die ästhetischen Eigenschaften eines Bauteils. Bei subtraktiven Verfahren hingegen sind diese Charakteristika bereits mit der Herstellung des Fräsrohlings determiniert. Dies erlaubt dem 3-D-Druck enorme Freiheiten schon beim Design-Prozess.

Gradienten-Technologien können dabei individuell auf die Restaurationsgeometrien angepasst werden und bieten ungeahnte gestalterische Freiheiten im dreidimensionalen Raum, welche durch herkömmliche Technologien nicht möglich sind. Übertragen auf die additive Herstellung von keramischem Zahnersatz werden zukünftig völlig neue Ansätze zur naturidentischen Herstellung von Zahnersatz und Ersatzzähnen möglich sein. Zahnstrukturdatenbanken, deren Daten beispielsweise auf der dreidimensionalen Erfassung von Zähnen mittels NIRI-Technik beruhen können, bilden die Grundlage dieser Technologie. Als Weltneuheit wurde in einer Versuchsreihe mittels Lithoz LCM Multimaterial-3-D-Druck (Lithoz CeraFab Multi 2M30) der mehrschichtige Bau eines Zahns aus Lithium-Disilikat auf der Basis von Daten aus der Zahnstrukturdatenbank (nach Schweiger) erfolgreich durchgeführt.  Die Ergebnisse zur additiven Herstellung von mehrschichtigen Zähnen aus Lithium-Disilikat sind sehr vielversprechend (Abb. 2 und 3).

ZT Josef Schweiger, M.Sc., ist Laborleiter & Digitale Forschung der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der LMU München
ZT Josef Schweiger, M.Sc., ist Laborleiter & Digitale Forschung der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der LMU München
Zur Einschätzung des Technologie-Potenzials erklärt Josef Schweiger, Laborleiter & Digitale Forschung der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik der LMU München:
„Nachdem der sogenannte ,Proof of concept‘ gemacht ist, sind die nächsten Entwicklungsschritte möglich. Dabei geht es in erster Linie um die Optimierung der additiven Fertigungstechnologien und der dazugehörigen Softwarelösungen. Wichtig ist es, dass dies alles durch die Wissenschaft begleitet wird, insbesondere im Hinblick auf die materialspezifischen Parameter und entsprechende Zulassungsverfahren. Dass dies nicht von heute auf morgen umsetzbar ist, kann man sich vorstellen. Auch hier gilt der Grundsatz, den Bill Gates formulierte: ,Die meisten Menschen überschätzen, was sie in einem Jahr erreichen können und unterschätzen, was sie in 10 Jahren erreichen können‘. Gerade im Hinblick auf die additive Fertigung von geschichtetem Zahnersatz aus Lithiumdisilikat stellt sich die Frage, inwieweit diese Technik ,disruptiv‘ wirken wird und die manuelle Verblendtechnik ersetzen könnte.“

 

Quelle: 3Druck.com Digitale Zahntechnik Materialien Prothetik Zahnmedizin

Adblocker aktiv! Bitte nehmen Sie sich einen Moment ...

Unser System meldet, dass Sie eine aktive AdBlocker-Software verwenden, die verhindert dass alle Seiteninhalte geladen werden können.

Fair geht vor: Unsere Partner aus der Industrie tragen durch ihre Anzeigen einen maßgeblichen Teil zum Betreiben dieser Newsseite bei. Diese finden Sie in überschaubarer Anzahl auf der Startseite sowie den einzelnen Artikelseiten.

Bitte setzen Sie www.quintessence-publishing.com auf Ihre „AdBlocker Whitelist“ oder deaktivieren Ihre AdBlocker Software. Danke.

Weitere Nachrichten

  
04.07.2022

Neue Materialien für mehr Ästhetik und Kosteneffizienz

Ceramill FDS bietet nun auch die Möglichkeit, Zahnkränze und Zahnsegmente zu fräsen
29.06.2022

„Der Fokus liegt auf Sicherheit und Qualität der Pritidenta-Produkte“

Pritidenta-Geschäftsführer David Figge zu aktuellen Projekten
22.06.2022

Exklusiver Vertrieb für druckbares Alignermaterial

Kooperation von Scheu-Dental und Graphy Inc. aus Korea beinhaltet die Versorgung der DACH-Regionen
20.06.2022

50. Jahrestagung der ADT: Viel erreicht und noch mehr vor

Die Jubiläumstagung der Arbeitsgemeinschaft Dentale Technologie e.V. (ADT) 2022 ist am Donnerstag in Nürtingen mit Presseclub gestartet
01.06.2022

Volle Power mit beeindruckender Effizienz

PrograMill PM7 von Ivoclar für viele Anwendungen, viele Materialien im Nass- und Trockenmodus
23.05.2022

„Am Ende geht es uns darum, Patienten besser zu versorgen“

Tillmann Steinbrecher, CEO von Exocad, über die Zusammenarbeit von Zahnärzten und Zahntechnikern in der digitalen Welt und die passenden Tools dafür
23.05.2022

Von der Illusion zur Perfektion

Neues Malfarbenset von Merz Dental
12.05.2022

Digitale Zuarbeit vom Veneer bis zur Totalen

Die Maiausgabe der Quintessenz Zahntechnik zeigt, dass digitale Techniken mittlerweile in jedem zahntechnischen Bereich ihren Platz gefunden haben