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Und was muss der Zahntechniker können? – Fachbeitrag in der neuen Quintessenz Zahntechnik

Um die Klaviatur der modernen Werkstoffkunde zu beherrschen und die Materialvielfalt zielführend einsetzen zu können, müssen Zahntechniker und Zahnärzte zum einen die Materialien und ihre Einsatzmöglichkeiten in den modernen additiven wie subtraktiven Technologien kennen – und diese Techniken zum anderen auch beherrschen.

Annett Kieschnick, Prof. Dr. Martin Rosentritt und PD Dr. Bogna Stawarczyk stellen in ihrem Beitrag für die Quintessenz Zahntechnik 02/20 mit dem Schwerpunkt CAD/CAM-Materialien die verschiedenen polymerbasierten Materialien für die subtraktive Bearbeitung vor. Dabei schildern sie deren spezifischen Einsatzgebiete, beispielsweise Provisorien, Schienen, aber auch permanente Inlays, Onlays, Kronen, Hilfsstrukturen wie Bohrschablonen, Positionierungshilfen und Prothesenbasen oder -zähne.

Einteilung nach Zusammensetzung und Indikation

Polymerbasierte CAD/CAM-Komposite werden in PMMA-Kunststoffe, Komposite, polymerinfiltrierte keramische Netzwerke und Thermoplaste eingeteilt. Den Beschreibungen der Materialien werden wichtige Parameter wie E-Modul und Biegefestigkeit und Indikationen mitgegeben. An diese Erklärungen schließen sich Hinweise zur Verarbeitung mit CAD-Konstruktion und Design, CAM-Fertigung (Fräsen), Ausarbeiten, Politur, Maltechnik beziehungsweise Verblendung und Befestigung an. Gerade bei der Verblendung und der Befestigung spielt – zusätzlich zum mechanischen – der chemische Verbund eine wichtige Rolle. Abbildungen der verschiedenen Rohmaterialien und der endgültigen Restaurationen verdeutlichen die Eigenschaften und Unterschiede. „Die Vielfalt ist groß. Polymerbasierte CAD/CAM-Fräsmaterialien begegnen dem Zahnarzt und dem Zahntechniker immer häufiger. Dies bedeutet zugleich, sich mit den Materialien auseinanderzusetzen und sie in ihren Eigenschaften zu kennen. Misserfolge sind meist auf fehlerhafte Verarbeitung zurückzuführen, sei es bei der Konstruktion, dem Verblenden oder der Befestigung. PMMA, PICN, PAEK, Komposit – die Materialien unterscheiden sich in wichtigen Punkten und müssen dementsprechend behandelt werden“, so die Autoren.

Die Quintessenz Zahntechnik, kurz QZ, ist die monatlich erscheinende Fachzeitschrift für alle Zahntechniker und zahntechnisch interessierte Fachleute, die Wert auf einen unabhängigen und fachlich objektiven Informationsaustausch legen. Im Vordergrund der Beiträge und Berichterstattung steht die Praxisrelevanz für die tägliche Arbeit. In dieser Zeitschrift finden sich Zahntechniker, Dentalindustrie und die prothetisch orientierte Zahnarztpraxis mit ihren Anliegen nach einer hochwertigen Fortbildung gleichermaßen wieder. Zur Online-Version erhalten Abonnenten kostenlos Zugang. Mehr Infos zur Zeitschrift, zum Abo und zum Bestellen eines kostenlosen Probehefts finden Sie im Quintessenz-Shop.


Sie gehen in ihrem Artikel auf alle werkstoffkundlichen Grundlagen ein, die Zahnarzt und Zahntechniker für ihren Arbeitsalltag kennen sollten und bieten damit eine praxisorientierte, aktuelle Zusammenfassung dieser jüngsten Werkstoffklasse in der Zahntechnik.

Titelbild aus: Kieschnik A, Stawarczyk B, Rosentritt M: Polymerbasierte Materialien für die subtraktive CAD/CAM-Fertigung“. Quintessenz Zahntechnik 2020(2);46:142-150. (Copyright: Quintessenz)
Quelle: Quintessenz Zahntechnik 02/2020 Materialien Zahntechnik Digitale Zahntechnik

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