0,00 €
Zum Warenkorb
  • Quintessence Publishing Deutschland
Filter
815 Views

Entgeltlücke in der Zahntechnik auch im digitalen Bereich – Erste Ergebnisse aus der Online-Umfrage zu Gehaltssituation und Arbeitsbedingungen

(c) Robert Kneschke/Shutterstock.com

Zum Equal Pay Day (EPD) am 7. März 2022 und zum Internationalen Frauentag am 8. März passen die Ergebnisse der Online-Gehaltsumfrage in der Zahntechnik-Branche. Angestellte Zahntechnikerinnen verdienen oft deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen – selbst im CAD/CAM-Bereich.

Der Verband medizinischer Fachberufe e.V. hatte diese Umfrage zur Gehalts- und Arbeitssituation von angestellten Zahntechnikerinnen und Zahntechnikern vom 3. bis 16. Februar 2022 auf seiner Website online gestellt und wertet jetzt die ersten Ergebnisse aus den Angaben der 574 Teilnehmenden aus. „Wenn es um die Entgeltlücke zwischen den Geschlechtern in Deutschland geht, denken wahrscheinlich eher wenige an einen Handwerksberuf im Gesundheitswesen. Aber die Unterschiede sind hier nach wie vor leider sehr groß“, bemerkt Karola Krell, Referatsleiterin Zahntechnik im Verband medizinischer Fachberufe e.V.

11 Prozent der Frauen mit Bruttostundenlohn unter zwölf Euro

Das gelte auch für das Motto des diesjährigen EPD: Gerechte Bezahlung in der digitalen Arbeitswelt. So gaben bei der Umfrage 53 Prozent der Frauen und 64 Prozent der Männer an, dass sie mit CAD/CAM-Systemen arbeiten. Von diesen erhalten 11 Prozent der Frauen, aber nur knapp 2 Prozent der Männer einen Bruttostundenlohn unter zwölf Euro. Bei den höheren Verdiensten sieht es ähnlich ungerecht aus: 30 Prozent der Frauen und 50 Prozent der Männer, die in der Zahntechnik mit CAD/CAM-Systemen arbeiten, gehen mit mindestens 18 Euro Bruttostundenlohn nach Hause. Bei 20 und mehr Euro waren es 23 Prozent der weiblichen und 42 Prozent der männlichen Umfrageteilnehmer.

Keine Transparenz und Sicherheit, weil Tarifverträge fehlen

„Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ, aber sie zeigen einen alarmierenden Trend: Selbst im digitalen Bereich dieses Handwerksberufs ist die Lohngerechtigkeit noch lange nicht angekommen“, stellt Karola Krell fest. „In der Zahntechnik-Branche gibt es keine Tarifverträge, die Transparenz und Sicherheit schaffen könnten. Auch die gesetzlichen Grundlagen für mehr Entgelttransparenz greifen nicht, weil in vielen Dentallaboren mit weniger als 200 Mitarbeitenden kein Auskunftsanspruch besteht.“

Daher sei es umso wichtiger, dass die Kolleginnen und Kollegen sich untereinander über das Thema Gehalt unterhalten, um sich selbst einordnen zu können, so Krell. Das könnten sie gern auch bei den Stammtischen des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V., „ die wir nach der Pandemiezeit in nächster Zeit hoffentlich wieder häufiger anbieten können“, so Krell.

 

Reference: Unternehmen Dentallabor Zahntechnik Politik Nachrichten

AdBlocker active! Please take a moment ...

Our systems reports that you are using an active AdBlocker software, which blocks all page content to be loaded.

Fair is fair: Our industry partners provide a major input to the development of this news site with their advertisements. You will find a clear number of these ads at the homepage and on the single article pages.

Please put www.quintessence-publishing.com on your „adblocker whitelist“ or deactivate your ad blocker software. Thanks.

More news

  
31.01.2023

Neue Produkte und Workflows für die Modellherstellung

Shera präsentiert seine Kampagne „Shera. The model.“ auf der IDS 2023
20.01.2023

Keine geringere Stundenvergütung für geringfügig Beschäftigte

Bei gleicher Qualifikation für die identische Tätigkeit – Bundesarbeitsgericht bestätigt Entscheidung des Landesarbeitsgerichts München
09.01.2023

Formlabs stellt ein System für den automatisierten 3-D-Druck vor

Premiere auf der CES in Las Vegas – automatisiertes Ecosystem minimiert Leerlaufzeiten
03.01.2023

„Der Handspiegel in der Zahnarztpraxis gehört verboten“

Jan-Holger Bellmann zu Gast in Folge #22 von „Dental Lab Inside – der Zahntechnik-Podcast“
03.01.2023

Festzuschüsse für Zahnersatz angepasst

Plus von 3,45 Prozent gegenüber dem Vorjahr – Änderungen bei BEL-Nr. 002 3
02.01.2023

EBZ: Seit 1. Januar Pflicht in Zahnarztpraxen

KZBV: So geht gute Digitalisierung – PAR folgt zum 1. Juli, Zahntechniker ab Juli 2024 in der TI
21.12.2022

Planmeca stellt neue Fräseinheit für Dentallabore vor

Breiteres Indikationsspektrum als Chairside-Fräseinheiten
14.12.2022

Jetzt bewerben beim Forum 25 der ADT

Nachwuchsförderung auf der ADT-Jahrestagung am 9. Juni 2023 in Nürtingen