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AUSGANGSSITUATION
ANGABEN ZUM PATIENTEN
Alter

52 Jahre

Geschlecht

weiblich

Raucher

nein

Anamnese

Allgemein-medizinisch gesund

Grund des Besuchs

Höckerfraktur an Zahn 46

Diagnose

Asymptomatisch reversible Pulpitis

Therapie

Direkte Teilkronenversorgung aus Komposit

Step 1

Die Goldrestauration wurde abgenommen und Karies exkaviert. Es zeigten sich zirkulär supragingivale Defektgrenzen und der weitgehend vollständige Erhalt des mesio-bukkalen Höckers.

Step 2

Sämtliche Zahnschmelzbereiche wurden finiert, um saubere Kavitätenrandbereiche zu erhalten. Nach Applikation von Retraktionsfäden erfolgte unter relativer Trockenlegung ein adhäsiver Pulpa-Dentin-Schutz.

Step 3

Unter Kofferdam und Anwendung einer individuellen Matrizentechnik wurde in Mehrschichtechnik stopfbares Komposit zur Rekonstruktion des disto-bukkalen Höckers platziert. Die Approximalräume sollten hierbei freigelassen werden. Definitive Positionierung und zervikale Adaptation der Matrizen können bereits vorab erfolgen.

Step 4

Spannringe werden mesial und distal gesetzt. Bei ausgedehnten Approximalkavitäten fehlen stabile Zahnaußenwände teilweise oder völlig. Der Spannring kann meist nicht so platziert werden, dass genügend Druck für einen strammen Approximalkontakt entsteht. In diesen Fällen kann ein provisorisch lichthärtendes Material als Puffermaterial zum Einsatz kommen. Nach Platzierung der Spannringe empfiehlt es sich den Holzkeil zervikal nochmals anzudrücken. Die lingualen Höckerfirstlinien und Außenkonturen können modelliert werden.

Step 5

Nach Modellation der Approximalbereiche können die Spannringe entfernt werden. Dies gewährt mehr Freiraum für die anschließende Modellation der Okklusalflächen. Stramme Approximalkontakte müssen bereits jetzt vorhanden sein.

Step 6

Bei der okklusalen Schichtung wird die Anatomie der Nachbarzähne berücksichtigt. Hier gilt es insbesondere Fissuren nicht zu tief zu modellieren, um das Risiko der Elongation des Antagonisten zu minimieren. Zudem sollten Höckerspitzen nicht zu hoch modelliert werden, um Störkontakte bei dynamischer Okklusion bzw. langwierige Einschleifmaßnahmen zu vermeiden.

Step 7

In diesem Fall zeigte sich eine geeignete statische Okklusion (A-B-Verzahnung) ohne Störkontakte bei Latero- oder Mediotrusion. Gezielte Einschleifmaßnahmen auf der Kompositoberlfäche gelingen mit rotierenden Steinchen unter Wasserkühlung vor anschließender Hochglanzpolitur.

Step 8

Die Kontrolle nach zwei Wochen weist eine funktionell und optisch zufriedenstellende Restauration an 46 auf. Die Weichgewebe zeigen sich reizfrei. Der direkt restaurierte Zahn ist normal sensibel und physiologisch belastbar.

Zusammenfassung

Im Seitenzahnbereich gelingt heutzutage mitunter der Ersatz von Laborrestaurationen durch eine direkte adhäsiv eingebrachte Restauration. Entscheidend hierfür sind die sichere Trockenlegung der Kavität, die sorgfältige Anwendung eines Matrizen- und Spannringsystems sowie die sukzessive Modellation der zu rekonstruierenden Kauflächenanteile. Als Vorteile einer direkten Restauration gelten die Behandlung in einer einzigen Sitzung, gegebenenfalls die Vermeidung eines weiteren Abtrags von gesunder Zahnhartsubstanz (wie dies zumeist bei der Präparation für eine laborgefertigte Krone nötig ist) und ihre gute Anwendbarkeit bei der Versorgung eines einzelnen vitalen Zahnes (insbesondere in der geschlossenen Zahnreihe).

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