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Breites Bündnis unter Beteiligung der BZÄK fordert Schutz von Kindern gegen Junkfood-Werbung

(c) Morrowind/Shutterstock

40 Organisationen, darunter die Bundeszahnärztekammer (BZÄK), haben sich gemeinsam mit Jamie Oliver und Sarah Wiener an die Parteispitzen von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP mit einem Appell gewandt, auch in Deutschland Kinder vor Werbung für Ungesundes zu schützen. Über den Brief des Bündnisses berichtete auch die Tagesschau online am 7. November 2022.

Werbung beeinflusse nachweislich Präferenzen und Essverhalten junger Menschen, Werbebeschränkungen seien ein wichtiger Schritt, um Familien dabei zu unterstützen, Kindern eine gesunde Ernährungsweise beizubringen. Folgende Eckpunkte schlägt das Bündnis vor:

  • TV, Radio und Streamingdienste: Keine Werbung für Ungesundes von 6 bis 23 Uhr
  • Influencer: Grundsätzlich nur Werbung für gesunde Lebensmittel
  • Außenwerbung: 100-Meter-Bannmeile für Ungesundes um Schulen, Kitas und Spielplätze

Als Grundlage sollten die Nährwertempfehlungen der WHO Europa dienen. „77 Prozent der Eltern und Großeltern befürworten laut einer repräsentativen Umfrage, die der Bundesverband der Verbraucherzentralen im Mai 2021 durchgeführt hat, eine stärkere staatliche Unterstützung für gesunde Ernährung. Wir Mediziner sehen das erst recht so. Deutschlands heutiges Ernährungssystem ist nicht gesund. Gesundheitsschäden, die durch falsche Ernährung schon im Kindesalter entstehen, müssen durch das Sozialsystem, sprich alle Beitragszahlerinnen und -zahler, beglichen werden. Seit Jahren fordern wir in vielen Allianzen, endlich gesündere Regeln aufzustellen“, so BZÄK-Vizepräsident Konstantin von Laffert.

In Großbritannien soll ab 2024 eine umfassende Werbebeschränkung in Kraft treten. Im Internet soll Werbung für Ungesundes komplett untersagt und im TV ausschließlich nachts ausgestrahlt werden dürfen. Länder wie Schweden oder Peru haben dieses Werbeverbot für stark zuckerhaltige Produkte schon durchgesetzt, und es zeigt Wirkung: Dort ist der Junkfood-Konsum zwischen 2002 und 2016 um 8,9 Prozent gesunken, in Ländern mit freiwilligen Selbstverpflichtungen der Industrie ist er dagegen um 1,7 Prozent gestiegen.

Mehr zum Thema auf Quintessence News:

Endlich in Planung: TV-Werbeverbot für ungesunde Lebensmittel 
Kinder sehen pro Tag 15 Werbungen für ungesundes Essen 
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Ernährungswende anpacken – aber richtig 

Quelle: BZÄK Nachrichten Menschen Politik

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