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DDM-Praxispreis 2023 für Aachen und Berlin – Bewerbungsschluss für 2024 bis 30. April verlängert

Praxispreis Dynamisches Digitales Modell 2023: Das Autorenteam der Charité Berlin dokumentierte eine vollnavigierte Implantation im Rahmen einer klinischen Studie. Ihr Ziel war es, die Weichgewebsentwicklung mittels des dynamischen digitalen Modells während der Behandlung und bis zwölf Monate post-operativ regelmäßig zu erfassen und zu messen.

(c) Video Screenshot, Arbeitsgemeinschaft DDM

Die Arbeitsgemeinschaft Dynamisches Digitales Modell (AG DDM) hat ihren letztjährigen Praxispreis im Februar 2024 in Frankfurt verliehen. Mit den ersten beiden Preisen wurden die Charité Berlin sowie die Aachener RWTH für zwei Arbeiten auf qualitativ vergleichbar hohem Niveau ausgezeichnet. Aachen erhielt auch den 3. Preis.

Der Praxispreis 2024 ist wieder mit 9.000 Euro dotiert und wird auf der Digitalen SynOptik im Rahmen des Digital Summit (31. Mai bis 1. Juni 2024) am 1. Juni 2024 in Köln verliehen. Der Einsendeschluss wurde auf den 30. April verlängert.

Praxispreis-Arbeiten dokumentieren neue Erkenntnisse zum dynamischen digitalen Modell

Gastgeber für die Preisverleihung der DDM-Praxispreise 2023 war erneut Prof. Jan-Frederik Güth, Direktor der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik am Carolinum in Frankfurt a. M. und wissenschaftlicher Beirat der AG DDM. Gemeinsam mit dem Laudator und Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft, Dr. Bernd Reiss, überreichte er die Preise für drei Videodokumentationen.

Alle ausgezeichneten Arbeiten zeigen den Einsatz des dynamischen digitalen Modells an konkreten Patientensituationen im Rahmen der zahnmedizinischen Versorgung. Da sich die beiden besten Bewerber den 1. und 2. Platz teilten, erhielten sie jeweils ein Preisgeld von 4.000 Euro. Ein Preisgeld von 1.000 Euro ging an den drittplatzierten Bewerber.

Monitoring der Weichgewebsentwicklung nach Implantation

Einer der beiden ersten Sieger ist das Autorenteam der Charité Universitätsmedizin Berlin, Abteilung für Zahnärztliche Prothetik, Altersmedizin und Funktionslehre. Dokumentiert auf einem Kurzfilm stellten die Preisträger aus dem Team von Prof. Dr. Florian Beuer (Ece Atay, Dr. Mats Wernfried Heinrich Böse, André-Joubin Derakhshani und PD Dr. Alexey Unkovskiy) eine vollnavigierte Implantation im Rahmen einer klinischen Studie vor.

Ihr Ziel war es, die Weichgewebsentwicklung mittels des dynamischen digitalen Modells während der Behandlung und bis zwölf Monate post-operativ regelmäßig zu erfassen und zu messen. Nach einer Auswertung von insgesamt 75 Datensätzen konnte bei Verwendung konischer Implantate im Vergleich zu parallelwandigen ein signifikant höherer Weichgewebszuwachs und eine geringere Rezession festgestellt werden.

Methodentransfer von analog nach digital

Unter dem Titel „Alles nur geklaut oder Methoden-Translation von analog nach digital“ hat das Autorenduo Prof. Dr. Sven Reich und Dr.-Ing. Stefan Raith von der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, RWTH Aachen, einen echten Methodentransfer im Kurzfilm präsentiert.

Als Vorbild diente eine von Zahntechniker Reinhard Busch an der Universität Kiel entwickelte analoge Methode, um eine Brücke auf gegensätzlich verkippten Pfeilern helikal aufzuschieben. Reich und Raith entwickelten dazu eine digitale Herangehensweise, indem sie die präparierten Pfeiler intraoral abformten und die Präparationsgrenzen als Anker für die Berechnung der möglichen Einschubrichtung in einer Helixbewegung nutzten. Mithilfe einer eigenen Programmierung simulierten sie die Bewegung im Präparationsdatensatz und konnten farblich sichtbar machen, wie viel Zahnsubstanz noch nachpräpariert werden musste.

Die Relevanz der Registrierfläche bei der Verschleißmessung

Ebenfalls aus dem Team von Prof. Dr. Sven Reich untersuchte Dr. Saskia Berndt, welchen Einfluss die Wahl der Registrierfläche auf die Ergebnisse einer über das Dynamische Digitale Modell vorgenommenen Verschleißmessung hat.

Die ermittelten Abweichungen liegen je nach Methode –vom Ganzkiefer bis zur rein okklusalen Messung – bei bis zu 20 Mikrometern. Für die Verschleißermittlung empfiehlt Saskia Berndt daher eine Sequenzierung und Registriermessung der Okklusalfläche als Mittel der Wahl.

Das Dynamische Digitale Modell

Das Dynamische Digitale Modell (DDM) fügt die vielfältigen Informationen eines Patienten aus unterschiedlichen digitalen Quellen zu einer virtuellen Kopie der Patientensituation zusammen und zeigt ihre Entwicklung über die Zeit. Durch die Überlagerung der Datensätze von Baseline- und Kontrollscans nach dem Best-fit-Prinzip können Dynamiken und Veränderungen gezeigt und genau ausgemessen werden. Damit ermöglicht das DDM ein Lifetime Monitoring jedes einzelnen individuellen Patienten und eröffnet neue Methoden in der Verlaufskontrolle, bei der Diagnose und Therapie im Rahmen einer zahnmedizinischen Versorgung.

Mit ihrem Praxispreis prämiert die Arbeitsgemeinschaft DDM jährlich die besten Fallvorstellungen, Präsentationen oder Videos, die Besonderheiten, Anregungen, Arbeitsschritte sowie Tipps beim Einsatz des dynamischen digitalen Modells in konkreten Patientensituationen darstellen.

Bewerbungsfrist für 2024 verlängert

Die Bewerbungsphase für den Praxispreis 2024 wurde bis zum 30. April verlängert. Die Arbeiten der Gewinner werden auf der SynOptic 2024 im Rahmen des Digital Summit 2024 am 1. Juni 2024 ausgezeichnet und der Öffentlichkeit präsentiert.

Arbeitsgemeinschaft Dynamisches Digitales Modell e. V. (AG DDM)

Die Arbeitsgemeinschaft Dynamisches Digitales Modell e. V. (AG DDM) ist ein Zusammenschluss von Praktikern in der Zahnheilkunde. Das Ziel des Vereins ist es, digitale Ganzkieferscans mit Verlaufskontrollen im Praxisalltag umzusetzen und in konkrete Behandlungsabläufe und -empfehlungen einfließen zu lassen.Die Erprobung, Umsetzung und Weiterentwicklung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen ist dabei eine Kernaufgabe. Das Patientenwohl steht stets an vorderster Stelle.

Quelle: AG DDM Digitale Zahnmedizin Implantologie Prothetik Praxis

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