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Kurznachrichten und Informationen aus der (dentalen) Welt – Mai 2021

Masernschutzgesetz: Fristverlängerung für die Impfpflicht

Zum 1. März 2020 ist das Masernschutzgesetz in Kraft getreten. Es sieht vor, dass alle Personen, die in einer Zahnarztpraxis tätig sind und nach dem 31. Dezember 1970 geboren sind, einen vollständigen Impfschutz oder eine Immunität gegen Masern nachweisen müssen. Am 5. März 2021 hat der Bundesrat jetzt eine Fristverlängerung bis 31. Dezember 2022 für die Masernimpfpflicht beschlossen. Bisher war die Frist der 31. Juli 2021. (Quelle: „Kammer Kompakt“ der LZK Baden-Württemberg)
 

BZÄK: Position Nachhaltigkeit in der Zahnmedizin

Die Weltzahnärzteorganisation FDI hat Anfang Mai 2021 ihr neues Projekt „Sustainability in Dentistry“ vorgestellt. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hat bereits im April eine Grundsatzerklärung zur Nachhaltigkeit in der Zahnmedizin veröffentlicht: „Nachhaltigkeit in der Zahnmedizin – Green Dentistry/Sustainability in Dentistry“. Damit übernimmt die BZÄK Verantwortung, um im Sinne der Gesellschaft die Ausschöpfung der natürlichen Ressourcen zu reduzieren und gleichzeitig eine optimale Mundgesundheit zu fördern. (Quelle: BZÄK)


Bego Implant Systems neuer Hauptvertriebspartner für „GUIDOR“-Produktlinie

Guidor easy-graft Classic und Crystal+ wird jetzt von Bego vertrieben.
Guidor easy-graft Classic und Crystal+ wird jetzt von Bego vertrieben.
Foto: Bego
Der Implantatspezialist Bego Implant Systems erweitert sein Portfolio im Bereich der Regenerationsmaterialien. Die Produktlinie naturesQue, deren Fokus auf regenerativen Materialien natürlichen Ursprungs liegt, wird ab sofort durch das „GUIDOR“-Portfolio an vollsynthetischen regenerativen Produkten komplettiert.
Bego Implant Systems wird ab Mai 2021 als zentraler Partner den Direktvertrieb für diese Produktlinie in Deutschland und Österreich übernehmen.

Das Kernprodukt des Portfolios, Guidor easy-graft, ist ein modellierbares, regeneratives Knochenersatzmaterial, das direkt aus der Spritze appliziert wird. Bei Kontakt mit Blut härtet das Produkt innerhalb von Minuten und bildet ein poröses Gerüst, das sich in die Defektmorphologie einpasst und für eine sehr gute Stabilität des Blutkoagulums zu Beginn der Einheilphase sorgt.

Die Guidor-Produktlinie war bis Ende 2020 Teil des Portfolios der Degradable Solutions von Sunstar Butler und wurde dann von der Collagen Matrix, Inc. übernommen. (Quelle: Bego Implant Systems/QN)

 

GalvoSurge Dental unter den Finalisten des Swiss Medtech Awards 2021

GalvoSurge Dental AG, Icotec ag und Scewo AG stehen im Finale um den Swiss Medtech Award 2021. Die drei Unternehmen haben sich gegen rund fünfzig Konkurrenten durchgesetzt. Dank den Sponsoren Lichtsteiner Stiftung, Straumann Gruppe und Ypsomed kann der Innovationspreis im Wert von 50.000 Franken dieses Jahr zum vierten Mal vergeben werden. Wer das Preisgeld und die Trophäe entgegennehmen darf, wird anlässlich des Swiss Medtech Day vom 8. September in Bern bekannt gegeben.

Die GalvoSurge Dental AG zieht mit einem ausgeklügelten, hocheffizienten System zur Reinigung von eingesetzten Zahnimplantaten ins Schlussrennen. Die icotec ag tritt mit nicht-metallischen und damit strahlendurchlässigen Implantaten zur Behandlung von Wirbelsäulentumoren an. Und die Scewo AG hat es mit einem treppensteigenden Elektrorollstuhl ins Finale geschafft.

Die GalvoSurge Dental AG ist ein Schweizer Hersteller von zahnmedizinischen Geräten und Ausrüstungen. Das Unternehmen wurde 2015 mit Sitz in Widnau (SG) gegründet. Die Firma hat unter anderem mit Dr. Dr. Markus Schlee und Dr. Holger Zipprich ein Dentalimplantat-Reinigungssystem entwickelt, mit dem Biofilm schnell, sanft und effektiv von freiliegenden, im Kieferknochen verankerten, elektrisch leitfähigen Zahnimplantaten entfernt werden kann. Das System GS 1000 nutzt das Prinzip der Elektrolyse, um den Biofilm in nur zwei Minuten von der Implantat-Oberfläche abzulösen. Die Entfernung des Biofilms ist eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Behandlung von Patienten mit Periimplantitis oder mit peri-implantärer Mukositis. (Quelle: Swiss Medtech Award)
 

Fortbildungsnachweis: KZBV erwirkt Fristverlängerung bis zum 30. September 2021

Vor dem Hintergrund des fortbestehenden Pandemiegeschehens hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) einer erneuten Fristverlängerung für die Erbringung des Fortbildungsnachweises nach § 95d SGB V bis zum 30. September 2021 zugestimmt. Zugleich hat das BMG bestätigt, dass damit auch von den Sanktionen nach § 95d Abs. 3 Satz 3 und 6 SGB V abgesehen werden kann. Das Schreiben des BMG zur Fristverlängerung für die Erbringung des Fortbildungsnachweises nach § 95d SGB V kann auf der Website der KZBV abgerufen werden.

Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) hatte sich bereits im Vorjahr mehrfach erfolgreich für solche Fristverlängerungen eingesetzt.
Unabhängig von der erneut erwirkten Fristverlängerung sollen Zahnärztinnen und Zahnärzte verstärkt Online-Fortbildungsangebote in Anspruch nehmen. Angesichts der Fortschritte bei der Impf-Kampagne besteht die Hoffnung, dass sich im Laufe des Jahres die Situation bei den Fortbildungsangeboten als Präsenzveranstaltungen wieder verbessern wird. In diesem Fall sollten auch solche Angebote wieder verstärkt genutzt werden. (Quelle: KZBV)
 

So viele Approbationen wie noch nie

2.463 Studentinnen und Studenten erlangten im Jahr 2019 im Fachbereich Zahnmedizin ihre Approbation - so viele wie nie zuvor. An qualifiziertem Nachwuchs wird es dem Berufsstand auch weiterhin nicht mangeln, denn im gleichen Zeitraum haben sich 2.250 Studierende für das Fach neu eingeschrieben. (Quelle: KZBV/Abt. Statistik)

KBV: Technische Probleme verzögern Digitalisierung der Praxen

Bei der Digitalisierung in den Praxen sorgen technische Probleme weiterhin für Verzögerung. „Die größten Probleme bereitet uns der eHBA“, sagt Dr. Thomas Kriedel, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) im Video-Interview der KBV. Er sei eine der Voraussetzungen für die digitalen Massenanwendungen, die bald starten, werde aber gar nicht oder nur verzögert an die Praxen ausgeliefert.

Zum 1. Juli sollen die Praxen „ePA-ready“ sein, betont Kriedel im Interview – also in der Lage sein, eine elektronische Patientenakte (ePA) zu befüllen. Dafür wird unter anderem der elektronische Heilberufsausweis (eHBA) benötigt. „Da ist es leider so, dass die Herausgeber von dem Ansturm wohl überfordert sind“, erläutert er. Es gebe lange Lieferfristen, teilweise bis zu acht Wochen und noch länger.

Im Video-Interview äußert sich Kriedel auch zu den Konnektoren-Updates, die ab 1. Juli für die ePA zur Verfügung stehen müssen, und zum Feldtest für die am 1. Oktober startende elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU). Deutlich wird: Nicht nur die Frist 1. Juli steht aufgrund technischer Probleme infrage, auch der 1. Oktober für die eAU. „Da wird es wahrscheinlich auch nicht so sein, dass alles schon technisch zur Verfügung steht“, sagt Kriedel und fügt hinzu: „Wir erwarten vom Gesetzgeber, dass er das zur Kenntnis nimmt und die Sanktionen aufhebt, zumindest aber die Fristen entsprechend verlängert.“ (Quelle: KBV)
 

Welthändehygienetag am 5. Mai 2021: Deutsche waschen sich häufiger die Hände

Zum Welthändehygienetag am 5. Mai 2021 erinnert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an die Bedeutung des Händewaschens für die Gesundheit. Rund 70 Prozent der Bevölkerung folgen „häufig“ oder „immer“ der Empfehlung, sich 20 Sekunden lang die Hände zu waschen. Dies zeigen die Ergebnisse der aktuellen Befragungswelle des COVID-19 Snapshot Monitorings (COSMO) der Universität Erfurt, an dem die BZgA als Partnerin beteiligt ist.

Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der BZgA, erklärt: „Spätestens durch die aktuelle Corona-Pandemie hat sich das gründliche Händewaschen mit Seife etabliert. Wer sich regelmäßig und gründlich die Hände wäscht, entfernt wirksam Krankheitserreger von den Händen und trägt damit zum Schutz für sich und andere bei. Dies kann die Weiterverbreitung vieler Infektionskrankheiten unterbrechen.“

Im Rahmen der COSMO-Studie wurde erstmals auch nach Situationen gefragt, in denen das Händewaschen ein alltägliches Ritual geworden ist: 83 Prozent der Befragten waschen sich häufig beziehungsweise immer die Hände, wenn sie von draußen nach Hause kommen, 80 Prozent nach dem Besuch öffentlicher Plätze und 84 Prozent nach der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Nach Kontakt mit Personen, die Anzeichen einer ansteckenden Krankheit haben, sind es 87 Prozent, während das Händewaschen vor dem Besuch von Personen, die wegen einer Erkrankung gesundheitlich geschwächt sind, für 84 Prozent zur gelebten Praxis gehört. (Quelle: BZgA)
 

TePe: Spezialbürsten nachhaltig produziert

Das schwedische, auf Mundhygieneprodukte spezialisierte Unternehmen TePe geht den nächsten Schritt in Richtung eines nachhaltigeren Sortiments, indem es den CO2-Fußabdruck seiner Spezialbürsten um etwa 80 Prozent reduziert, wie das Unternehmen jetzt mitteilt. Den Verbrauchern zu helfen, eine informierte Wahl zu treffen, ohne Kompromisse bei Qualität oder Funktionalität eingehen zu müssen, sei der Schlüssel zu TePes Weg zu einem nachhaltigeren Sortiment.
Anfang des Jahres habe man die nachhaltige Interdentalbürste eingeführt. „Nun gehen wir den nächsten Schritt in Richtung unseres Ziels klimaneutraler Produkte im Jahr 2022, indem wir den CO2-Fußabdruck unserer Spezialbürsten deutlich reduzieren“, so Helena Ossmer Thedius, Marketing- und Innovationsdirektorin bei TePe.

Erreicht werden soll die Reduktion durch den Ersatz von fossilen Rohstoffen durch fossilfreies Kienöl (Terpentinöl). TePe und die Rohstofflieferanten seien von ISCC zertifiziert, um eine vollständige Rückverfolgbarkeit des Materials und seiner Quellen zu gewährleisten.

Die gesamte Produktion findet in der Produktionsstätte in Malmö, Schweden, statt und wird mit 100 Prozent erneuerbarer Energie betrieben. Ein Teil davon stamme aus der firmeneigenen Solarstromanlage auf dem Dach. „TePe hat sich zum Ziel gesetzt, seine Arbeit im Einklang mit den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 durchzuführen. Alle Handlungen sind wichtig, daher ermutigt TePe alle Nutzer, Produkte und Verpackungen verantwortungsvoll zu entsorgen“, heißt es. (Quelle: TePe)

 

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