0,00 €
Zum Warenkorb
  • Quintessence Publishing Deutschland
Filter
2583 Aufrufe

Experten der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe geben Tipps für Eltern

Kindern sollten täglich die Zähne putzen. Dabei hilft ein kleiner Bürstenkopf, weiche abgerundete Borsten und ein bequemer Griff geeignet für Kinderhände.

(c) proDente e.V.

Der Zahnwechsel bei Kindern ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung und für Kinder und Eltern gleichermaßen spannend. Um Eltern bei diesem Thema zu begleiten, haben die Kassenzahnärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KZVWL) und die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe (ZÄKWL) wertvolle Tipps zusammengestellt.

Zahnwechsel beginnt „hinten“

In der Regel beginnt der Zahnwechsel mit dem Eintritt in die Grundschule, also in etwa ab dem 6. Lebensjahr. Aber auch ein früherer oder späterer Beginn ist möglich. Deshalb sollten sich Eltern nicht verunsichern lassen, wenn das eigene Kind mal etwas früher oder später dran ist.
Dr. Holger Seib, Vorstandsvorsitzender der KZVWL: „Der Zahnwechsel gehört zu den großen Ereignissen des Aufwachsens. Die ersten bleibenden Zähne brechen durch und müssen achtsam gepflegt werden, um gesund zu bleiben. Das Problem dabei ist, dass der Zahnwechsel meistens unbemerkt mit dem ersten Backenzahn beginnt, der hinter dem letzten Milchzahn in Mundhöhle durchbricht, und nicht mit den Schneidezähnen, bei denen die Milchzähne vorher ausfallen!“

Leistung der Krankenkassen

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen ab dem 6. Lebensjahr die Kosten für zusätzliche Leistungen der individuellen Vorsorge für die Kinder. Das ist der Beginn von professioneller Vorbeugung und Betreuung der natürlichen Zähne.
Jost Rieckesmann, Präsident der ZÄKWL: „Eltern sollten ihre Kinder beim Zahnwechsel unterstützen und ihnen zeigen, wie wichtig eine gute Mundhygiene ist. Regelmäßiges Zähneputzen, am besten zweimal täglich, sowie eine ausgewogene Ernährung sind dabei besonders wichtig, ebenso wie die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen einschließlich der individuellen Vorsorgeleistungen in der Zahnarztpraxis.“ Die Zahnärzteschaft empfiehlt:

  • Regelmäßiges Zähneputzen: Auch ab dem Durchbruch des ersten bleibenden Zahns sollten Kinder zweimal täglich die Zähne putzen. Dabei verwenden sie am besten eine fluoridhaltige Zahnpasta und reinigen alle Zahnoberflächen gründlich.
  • Zähneputzen mit KAI: Damit beim Putzen keine Zahnflächen vergessen werden, hilft die KAI-Methode. Dabei bedeutet KAI, die Zähne immer in der gleichen Reihenfolge zu putzen. K = Kauflächen. Als Erstes werden durch kurzes hin- und herbewegen der Zahnbürste alle Kauflächen geputzt. A = Außenflächen. Als Nächstes werden die Außenflächen mit kreisenden Bewegungen geputzt. Die Zähne liegen dabei aufeinander und es wird jeweils von der Mitte aus nach rechts und nach links geputzt. I = Innenflächen. Als Letztes sind die Innenflächen dran. Mit kleinen Kreisen oder Drehbewegungen putzt man diese „von Rot nach Weiß“, das heißt es wird vom Zahnfleisch zum Zahn gereinigt. Ein Video des Arbeitskreises Zahngesundheit zeigt, wie das Zähneputzen mit KAI funktioniert:
  • Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Obst sowie möglichst wenig zuckerhaltigen Getränken und Snacks fördert die Gesundheit der Zähne.
  • Regelmäßige Kontrollen bei der Zahnärztin oder dem Zahnarzt: Um sicherzustellen, dass die bleibenden Zähne gesund bleiben, sollten Kinder regelmäßige Kontrolltermine wahrnehmen. Die Zahnärztin oder der Zahnarzt kann dabei auch mögliche Fehlstellungen oder Karies frühzeitig erkennen und behandeln. Unser Kinderuntersuchungsheft hilft dabei, die Vorsorge im Blick zu behalten:
  • Aufbewahrung der ausgefallenen Milchzähne: Viele Eltern möchten die ausgefallenen Milchzähne ihrer Kinder aufbewahren. Hierfür eignet sich eine kleine Schachtel oder ein Zahnputzbecher. Wichtig ist, dass die Zähne trocken gelagert werden, um eine Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Rituale zum Zahnwechsel: Der Zahnwechsel ist für Kinder ein aufregendes Ereignis. Eltern können den Wechsel mit verschiedenen Ritualen begleiten, wie zum Beispiel einem Besuch bei der Zahnärztin oder dem Zahnarzt, um die neuen Zähne begutachten zu lassen, oder einem Zahnwechsel-Tagebuch, in dem das Kind seine Erlebnisse festhalten kann. Auch ein kleines Geschenk, wie ein neues Zahnputzset, kann den Kindern die Freude am Zähneputzen erhalten.

Dr. Holger Seib und Jost Rieckesmann betonen abschließend: „Wir empfehlen Eltern, sich zum Thema Zahnwechsel an ihre Zahnärztin oder ihren Zahnarzt zu wenden. Mit einer guten Mundhygiene und regelmäßigen Kontrollen können Eltern dazu beitragen, dass die bleibenden Zähne ihrer Kinder gesund bleiben und sie ein Leben lang begleiten.“

Quelle: KZVWL Zahnmedizin Prävention und Prophylaxe Patientenkommunikation Team

Adblocker aktiv! Bitte nehmen Sie sich einen Moment ...

Unser System meldet, dass Sie eine aktive AdBlocker-Software verwenden, die verhindert dass alle Seiteninhalte geladen werden können.

Fair geht vor: Unsere Partner aus der Industrie tragen durch ihre Anzeigen einen maßgeblichen Teil zum Betreiben dieser Newsseite bei. Diese finden Sie in überschaubarer Anzahl auf der Startseite sowie den einzelnen Artikelseiten.

Bitte setzen Sie www.quintessence-publishing.com auf Ihre „AdBlocker Whitelist“ oder deaktivieren Ihre AdBlocker Software. Danke.

Weitere Nachrichten

  
28. Mai 2024

S3-Leitlinie Komposit: Evidenz für die Praxis

Im Mai 2024 wurde die erste breite Evidenzaufbereitung für ein multifunktionales Restaurationsmaterial publiziert
27. Mai 2024

„Endo ist überall und alles ist Endo!“

Die aktuelle Ausgabe 2/2024 der Endodontie zeigt Zusammenhänge zur Allgemeinen Gesundheit auf
27. Mai 2024

Glashybrid und Nanohybrid-Komposit zeigen vergleichbar gute klinische Ergebnisse

Fünfjährige multizentrische klinische Studie bestätigt die Eignung des Bulkfill Glashybrid-Materials Equia Forte (GC) für mittlere bis große Klasse-II-Restaurationen
25. Mai 2024

Die Diskussion: Impulspapier „Orale Medizin“

Diskussionsbeiträge und Statements zur Zukunft der Zahnmedizin – diskutieren Sie mit!
24. Mai 2024

Freiwillige für humanitäres Projekt gesucht

Die Modern Dental Care Foundation unterstützt zahnmedizinische Behandlungen in Madagaskar
23. Mai 2024

Lückenschluss für die zahnärztliche Weiterbildung

Der erste Masterstudiengang „KFO & Alignertherapie“ startet im September 2024
22. Mai 2024

Rheuma: Einnahme von Kortison plus Magenschutz kann Knochendichte verringern

Studie der Charité zeigt, dass Protonenpumpenhemmern das Osteoporoserisiko steigern
22. Mai 2024

Die 66. „Sylter Woche“: Implantate – eine Basis, viele Möglichkeiten

Aspekte rund um die Implantologie und ein Golfturnier für den guten Zweck