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Bayern zeichnet Dr. Volkmar Göbel und das Team von Dentagil für Versorgung nicht-mobiler Patienten aus

Für Dr. Volkmar Göbel ist das Engagement, für das er am 29.2. geehrt wird, eine Teamleistung, entsprechend will er die Ehrung stellvertretend für das Dentagil-Team entgegennehmen.

(c) Daniel Schwarz

Vor kurzem bekam die Zahnarztpraxis in Gössenheim Post vom bayrischen Landtag. Der Brief, der von der Landtagspräsidentin Ilse Aigner persönlich unterschrieben war, überraschte den Experten für ganzheitliche Mundheilkunde und Alterszahnmedizin, Dr. Volkmar Göbel. „Ich dachte erst, die CDU will mich werben“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Der Brief war eine Einladung nach München ins Maximilianeum, wo Dr. Göbel am 29. Februar 2024 gemeinsam mit 50 anderen „herausragenden Persönlichkeiten“ den bayrischen Verfassungsorden 2023 erhalten soll.

Die Ehrung wird jedes Jahr an Menschen verliehen, die sich unter anderem für demokratische Werte und das Gemeinwohl einsetzen. Man wollte ihn für sein vorbildliches Engagement in der mobilen Zahnversorgung für ältere Menschen in ländlichen Gebieten auszeichnen, sagte man ihm aus dem Landtag, erklärt Göbel. Der Orden könnte also bald die Wand seiner Praxis in Gössenheim zieren.

Betreuungskonzept Dentagil

Das Besondere am Gössenheimer Team ist die Spezialisierung auf die Alterszahnmedizin, verbunden mit einem mobilen und Betreuungskonzept, das unter dem Markennamen Dentagil durch Bayern fährt. Als „mobiler Zahnarzt“ besucht Göbel sowohl ältere Menschen mit Pflegegrad zuhause oder in Pflegeheimen als auch Menschen in Behinderteneinrichtungen. Ein großer Teil des etwa 35-köpfigen Teams von Dentagil fährt aktuell etwa 46 Einrichtungen in Unterfranken an und behandelt dabei rund 4.500 Patientinnen und Patienten mobil, Tendenz steigend.

Der Zahnarzt kam durch ein früheres Gespräch mit seiner Großmutter zum ersten Mal auf das Thema. „Als ich sie damals in ihrer Senioreneinrichtung besucht habe, erzählte sie mir von ihrer kaputten Zahnprothese, um die sich niemand gekümmert hat. Da wurde mir klar, dass die Mundgesundheit der Bewohnenden eine nur untergeordnete Rolle in der Pflegeversorgung zu spielen scheint“, erinnert sich Göbel.

Ältere Menschen ganzheitlich behandeln

Gerade bei älteren Menschen sei es wichtig, ganzheitlich zu behandeln. Der Zahnarzt erläutert, dass die häufige Zahnfleischerkrankung bei älteren Menschen von denselben Bakterien ausgelöst werden, die auch Systemerkrankungen wie Diabetes oder andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen. Göbel: „Es zeigt sich also, dass die Mundgesundheit auch Gesamtkörpergesundheit ist.“

Daher fing Göbel an, zahnmedizinische Angebote und Möglichkeiten weiterzuentwickeln, sagt er. Sein Ziel sei eine vollumfängliche, mobile Behandlung von älteren Patientinnen und Patienten. „Also habe ich überlegt, wie weit wir eine mobile Versorgung mit technischen Mitteln treiben können“, sagt Göbel, der die Praxis in Gössenheim 1988 eröffnet hat. Er schaffte eine der ersten mobilen Röntgengeräte in Deutschland sowie mobile Behandlungseinheiten an. Schließlich wurde die Ausstattung vollends digitalisiert.

Das Team ist mehr gefordert

Mit ihrer mobilen und technischen Ausrüstungen besuchen Dr. Göbel und sein Team die Patientinnen und Patienten in häuslicher Umgebung. Bild: Daniel Schwarz
Mit ihrer mobilen und technischen Ausrüstungen besuchen Dr. Göbel und sein Team die Patientinnen und Patienten in häuslicher Umgebung. Bild: Daniel Schwarz
Das Equipment hat mittlerweile annähernd den gleichen Stand wie eine stationäre Praxis. „Die Arbeit erfordert allerdings vom Team weitaus mehr: jede Menge Sozialkompetenz ist vom Ärzteteam und den Assistentinnen gefragt. Daher finden bei uns intern auch regelmäßige Schulungen statt“, so der 64-ährige Zahnarzt.
Dr. Volkmar Göbel wird am 29. Februar als einer von sechs Menschen aus Unterfranken und in einer Reihe mit bekannten Namen wie der Schauspielerin Uschi Glas, Prinzessin Ursula von Bayern oder Skilegende Markus Wasmeier geehrt. Wichtig ist ihm, zu sagen: „Ich nehme die Ehrung stellvertretend für mein gesamtes Team an. Ohne das hätte ich es nie dahin geschafft, wo wir heute stehen.“

Über Dentagil
Dentagil ist ein mobiles, ganzheitliches zahnmedizinisches Behandlungskonzept für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Mehr als 35 Mitarbeitende sind für DENTagil mobil unterwegs und betreuen rund 4.500 Patientinnen und Patienten in 46 Pflegeeinrichtungen in Bayern. Die aufsuchende Zahnmedizin bringt die Zahnarztpraxis zu pflegebedürftigen und mobilitätseingeschränkten Menschen nach Hause und in Pflegeeinrichtungen. Als Marke des deutschlandweiten Netzwerkes „Dein Dental“ ist Dentagil investorengestützt mit dem Auftrag, die finanziellen Möglichkeiten zu nutzen, um insbesondere die Versorgungslücke vulnerabler Gruppen in ländlichen Regionen Deutschlands systematisch zu schließen. Mehr Informationen unter www.dentagil.de.

 

 

Quelle: DENTagil Alterszahnmedizin Zahnmedizin Interdisziplinär Team Menschen Nachrichten

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