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Social Recruiting für zahnärztliches Praxispersonal (Teil 1) – Erfolgreiche Personalgewinnung von der ZFA bis zum Zahnarzt

(c) Roman Samborskyi/Shutterstock.com

Viele Praxen sehen sich vor der Herausforderung, qualifiziertes Personal zu finden, und scheitern oftmals, weil sie nicht die richtigen Mittel und Wege nutzen. Zeitgemäße Mitarbeitergewinnung spricht nicht nur diejenigen an, die aktiv auf Jobsuche sind, sondern auch jene, die zwar nicht aktiv suchen, aber aufgrund von Unzufriedenheit im Job wechselbereit sind.

Genau diese Gruppe wird durch Social Recruiting erreicht – in ihrer Freizeit bei der Nutzung der sozialen Netzwerke.

Die Rolle der sozialen Medien in der Gewinnung von Praxispersonal

Besonders Praxen, die von einer jüngeren Generation geführt werden, sind oft schon in Bereich Social Media aktiv, da sie sich bewusst sind um den Einfluss dieser Kanäle und die Vorteile deren Nutzung für den Aufbau und die Stärkung der Arbeitgebermarke ihrer Praxis. Die Vorteile der Mitarbeitergewinnung durch soziale Medien lassen sich insgesamt durch wenige Worte auf den Punkt bringen:

  • Reichweite
  • Kommunikation
  • Zielgruppenansprache
  • Erfolgsmessung

Die gezielte Ausspielung der Recruiting-Anzeigen sorgt für wenig Streuverlust und die genaue Erfolgsmessung bietet die Möglichkeit, die Strategie regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen.

Profiloptimierung und -management

Für die erfolgreiche Mitarbeitergewinnung über Social Media ist es jedoch von Bedeutung, dass Sie Ihre Social-Media-Profile pflegen – denn wer hier auf eine Anzeige Ihrer Praxis stößt, möchte sich womöglich auch hier über Ihre Praxis informieren. Sie kennen das vielleicht noch von Praxis-Facebook-Seiten vor zehn Jahren (2011 bis 2013). Da wurde mal ein Fanpage angelegt, mit drei Bildern befüllt und sieht auch heute noch so aus. So geht es nicht.

Für die Pflege Ihrer Profile ist es oftmals sinnvoll, mit einer spezialisierten Agentur zusammenzuarbeiten. Diese weiß, worauf zu achten ist, und sorgt für eine professionelle Darstellung. Hierzu zählen neben regelmäßigen Posts auch die Vervollständigung und Aktualisierung Ihrer Profile sowie die Ausspielung von professionell gestalteten Grafiken und Bildern.

Interaktion mit den Followern

Der Punkt Kommunikation sollte außerdem beachtet werden, da potenzielle Kandidaten darauf achten, ob und wie Ihre Praxis mit den Followern interagiert. Beantworten Sie beispielsweise Fragen und zeigen Interesse an den Anliegen der Community? Wenn nicht, sollten Sie mal darüber nachdenken.

Wie unterscheiden sich Ihre Zielgruppen (ZFA vs. Zahnarzt)?

Soziale Medien gibt es viele, doch nicht jede eignet sich gleich gut für die Anwerbung neuer Mitarbeiter auf verschiedene Positionen. Hierbei ist unbedingt zu beachten, auf welchen Plattformen ZFA interagieren und welche von Zahnärzten genutzt werden. Andernfalls stecken Sie Zeit und Geld in eine Kampagne, die geringe Erfolgsaussichten hat.

Welche sozialen Medien werden von ZFA genutzt?

Zahnärztliche Angestellte, die zu Ihrer Zielgruppe gehören, sind in der Regel jung und untereinander gut vernetzt. Zu den Merkmalen der Zielgruppe gehört eine intensive Nutzung der sozialen Plattformen Instagram und Facebook – der Fokus auf diese Medien ist daher sinnvoll, wenn Sie durch Social Recruiting eine ZFA, ZMV oder ZMF für Ihre Praxis gewinnen möchten.

Christian Finke
Christian Finke
(c) Informationsstelle Gesundheit

Dabei erfüllt jede Plattform spezielle Anforderungen, die sie von den jeweils anderen unterscheidet:

  • Instagram kann insbesondere dafür verwendet werden, um visuelle Inhalte über Ihre Praxis und die Arbeitsumgebung zu teilen. Dies kann dazu beitragen, das Interesse von potenziellen Bewerbern zu wecken, und die Praxiskultur zu präsentieren. Besonders jüngere Generationen nutzen Instagram als Informationsquelle und sind hier mit Kolleginnen und Kollegen vernetzt.
  • Facebook ist eine breit genutzte Plattform, auf der Sie Stellenangebote veröffentlichen und Bewerber ansprechen können. Besonders interessant sind hier die Gruppen und Communitys, in denen sich ZFA und anderes zahnärztliches Personal austauschen und vernetzen.
  • Bei TikTok handelt es sich um eine Plattform, auf der Nutzer kurze Videoclips ansehen und selber hochladen können. Besonders beliebt ist TikTok bei Nutzern zwischen 14 und 24 Jahren, weshalb Sie hierüber auch junge ZFAs erreichen können.

Welche sozialen Medien werden von Zahnärzten genutzt?

Zahnärzte auf Jobsuche oder in einem Angestelltenverhältnis sind meist älter als die Zielgruppe der ZFA. Zwar nutzen auch Zahnärzte Instagram und Facebook, für die Jobsuche können für diese Zielgruppe – und somit für Sie als Arbeitgeber – aber auch weitere Plattformen interessant sein. Xing und LinkedIn beispielsweise dienen hauptsächlich der beruflichen Vernetzung und werden von ZFA weniger genutzt.

  • LinkedIn und Xing sind zwei der wichtigsten Plattformen für berufliche Vernetzung und Jobangebote – auch im Gesundheitswesen. Hier können Sie detaillierte Stellenanzeigen teilen und gezielt nach qualifizierten Fachkräften suchen.
  • Neben den oben genannten Plattformen sollten Sie auch die Teilnahme an speziellen zahnärztlichen Fachgruppen und -foren in Betracht ziehen. Diese Plattformen sind oft eine hervorragende Möglichkeit der Kontaktaufnahme zu Kandidaten, insbesondere, wenn Sie einen Zahnarzt einstellen möchten.
  • Auch Zahnärzte nutzen Instagram und Facebook, wobei ihr Fokus auf diese Plattformen in der Regel nicht so ausgeprägt ist wie bei der Zielgruppe der ZFA.

Generell gilt: Machen Sie sich attraktiv

Gerade im Wettbewerb um die wenigen verfügbaren ZFA ist es wichtig, dass Sie Ihre Praxis so attraktiv wie möglich machen und den potenziellen Bewerbern einen Grund geben, gerade zu Ihnen zu wechseln.

Für ZFA sind hier besonders ausschlaggebend ein vernünftiges Gehalt sowie die weiteren Benefits. Was also bieten Sie Ihren Angestellten? Zu den Benefits, die genannt werden sollten, zählen bereits kostenfreie Parkplätze und Getränke, die bei vielen Praxen noch nicht zum Angebot gehören. Für die Darstellung Ihrer Praxis ist es außerdem wichtig, dass Sie sympathische und individuelle Fotos und Texte erstellen, um die potenziellen Kandidaten anzusprechen und emotional zu erreichen. Außerdem: Machen Sie die Bewerbung bei sich für die Kandidaten so einfach wie möglich. Hier kann schon der Hinweis „Bewerben Sie sich in nur 60 Sekunden ohne Anschreiben“ sehr hilfreich sein, da viele Kandidaten den einfachen Weg wählen.

Anforderungen deutlich kommunizieren

Bei der Ansprache der Zahnärzte sollten Sie unbedingt klar angeben, welche Anforderungen die Bewerber erfüllen müssen, wenn sie denn einen besonderen Schwerpunkt mitbringen sollen. Neben den klassischen Benefits ist für angestellte Zahnärzte auch wichtig, welche Entwicklungsmöglichkeiten sie in Ihrer Praxis vorfinden. Können sie bei Ihnen etwas dazulernen und mit modernen Gerätschaften arbeiten?

Diese Angaben können ausschlaggebend sein, ob sich ein Kandidat für Ihre Praxis oder die Konkurrenz entscheidet. Insbesondere ältere Praxisinhaber sollten hierbei auch den Aspekt beachten, dass sie über Social Recruiting auch einen potentiellen Übernehmer finden können.

Social Recruiting ist vielschichtig

Social Recruiting funktioniert am besten in Kombination mit gepflegten Profilen auf den entsprechenden Plattformen, wobei eigene Profile keine Voraussetzung sind. Fakt ist jedoch, dass die Nutzung von sozialen Medien eher zu- als abnimmt und somit auch Social Recruiting immer mehr an Bedeutung gewinnt. Richtig genutzt, ist es daher ein hilfreiches und erfolgsversprechendes Werkzeug bei der Personalgewinnung für Zahnarztpraxen.

In unserem Agentur-Alltag haben wir festgestellt, dass eine Kombination aus Social Media und einer individuellen Landingpage zu dem besten Ergebnis führt. Denn wie so oft ist auch hierbei Quantität nicht gleich Qualität. Die internen Bewerbungsmöglichkeiten der verschiedenen Plattformen erzeugen zwar in der Masse mehr Bewerbungen, von denen sind aber nur ein Bruchteil verwertbar. Die separate Landingpage hingegen bietet Ihnen viel Raum, um sich, Ihr Team und Ihre Praxis optimal und attraktiv darzustellen.

Christian Finke, Informationsstelle Gesundheit GmbH

Quelle: Informationsstelle Gesundheit Team Praxisführung

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