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Aktueller Expertenfokus zum Schwerpunkt der Quintessenz Zahntechnik 4/21

(c)Greil/LMU

In der April-Ausgabe der Quintessenz-Zahntechnik mit dem Schwerpunkt „Update Additive Fertigung“ beleuchtet das Team der Werkstoffkundeforschung der Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik an der LMU in seinem Beitrag ab Seite 356 den Stand der Technik des dentalen 3-D-Drucks, zeigen aber auch die Limitationen dieser vielversprechenden Fertigungsmethoden auf. Da sich der 3-D-Druck leicht in den bereits etablierten digitalen Workflow einfügen lässt, werden hohe Erwartungen an das Potenzial der additiven Fertigung gesetzt. Schließlich können zeitaufwendige Arbeitsschritte dadurch optimiert und die Herstellungskosten gesenkt werden, da nur die Materialmenge verwendet wird, die für das zu druckende Objekt und die Supportstrukturen notwendig ist.

Mittlerweile lassen sich Modelle und Hilfsstrukturen wie beispielsweise Abformlöffel, Implantat-Bohrschablonen oder Positionierungsschienen, aber auch provisorischer und definitiver Zahnersatz (herausnehmbar oder festsitzend) mittels unterschiedlicher 3-D-Druck-Verfahren fertigen (Abb. 1).
Für passgenaue und vor allem langzeitstabile Objekte ist es jedoch essenziell, dass die am 3-D-Druckprozess beteiligten Komponenten aufeinander abgestimmt sind. So haben zum Beispiel werkstoffwissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass ein nicht korrekt durchgeführtes Post-Processing bei harzbasierten Werkstoffen zu einer Verschlechterung der Werkstoffeigenschaften führt [Mayer et al. 2021].

Abb. 1 Unterschiedliche Funktionsweisen der additiven Fertigung im Überblick – von der Fused Filament Fabrication über die Stereolithografie bis hin zum Digital Light Processing. Bild: Greil et al./LMU
Abb. 1 Unterschiedliche Funktionsweisen der additiven Fertigung im Überblick – von der Fused Filament Fabrication über die Stereolithografie bis hin zum Digital Light Processing. Bild: Greil et al./LMU

Die Autoren Veronika Greil, Moritz Hoffmann, Bogna Stawarczyk, Marcel Reymus, Rüdiger Hampe und Felicitas Mayinger geben zudem zu bedenken, dass die vorliegenden Studienergebnisse schlecht miteinander verglichen werden können und auch die Reproduktion der Studien erschwert ist. Der Grund hierfür ist darin zu sehen, dass es noch keine Norm für additiv verarbeitete Kunststoffe und somit einheitliche Prüfmethoden gibt.
Aktuelle Studienergebnisse zeigen aber dennoch vielversprechende Ergebnisse; und die neuen additiven Fertigungsverfahren lassen erahnen, dass das Potenzial des dentalen 3-D-Drucks noch lange nicht ausgeschöpft ist.

„Additive Fertigung – Update 2021“
Der Schwerpunkt der April-Ausgabe der QZ – Quintessenz Zahntechnik heißt „Update Additive Fertigung“. Beiträge von der additiven Fertigung von Tiefziehmodellen bis zu 3-D-Druck von Edelmetallen zeigen, dass mittlerweile fast jedes Material verarbeitet werden kann. Aber auch Materialien, Kosten, Abläufe und Nachbehandlung werden abgeklopft und diskutiert und Aspekte wie Druckausrichtung und Oberflächenbeschaffenheit vorgestellt.
Die Rubriken „Exzellente Dentale Ästhetik“ und „Vorbild Natur“ sind was fürs zahntechnische Auge.

 

Die Quintessenz Zahntechnik, kurz QZ, ist die monatlich erscheinende Fachzeitschrift für alle Zahntechniker und zahntechnisch interessierte Fachleute, die Wert auf einen unabhängigen und fachlich objektiven Informationsaustausch legen. Im Vordergrund der Beiträge und Berichterstattung steht die Praxisrelevanz für die tägliche Arbeit. In dieser Zeitschrift finden sich Zahntechniker, Dentalindustrie und die prothetisch orientierte Zahnarztpraxis mit ihren Anliegen nach einer hochwertigen Fortbildung gleichermaßen wieder. Zur Online-Version erhalten Abonnenten kostenlos Zugang. Mehr Infos zur Zeitschrift, zum Abo und zum Bestellen eines kostenlosen Probehefts finden Sie im Quintessenz-Shop.

 

Das Titelbild zeigt die manuelle Nachbearbeitung einer 3-D-gedruckten Schablone mit einem rotierenden Instrument.
Quelle: Quintessenz Zahntechnik 4/21 Digitale Zahntechnik Zahntechnik Materialien Aus dem Verlag

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