Kurznachrichten und Informationen aus der (dentalen) Welt – Januar 2021

Seit 1. Januar 2021: Mindestlohn 9,50 Euro brutto

Seit dem 1. Januar 2021 gilt ein gestiegener Mindestlohn. In der Zahnarztpraxis oder dem Dentallabor angestellte Mitarbeitende müssen mindestens 9,50 Euro brutto pro Stunde erhalten. Die Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg hat eine Übersicht mit allen Informationen dazu, zu den Ausnahmen und Sonderfällen wie Zulagen etc. zusammengestellt. Diese enthält auch Rechenbeispiele. Der Mindestlohn gilt auch für geringfügig Beschäftigte und unter bestimmten Voraussetzungen auch für Praktikanten. (Quelle: LZK BW)
 

Übersichtlicher und benutzerfreundlicher: Gematik überarbeitet Fachportal

Die für die Vorgaben der Telematikinfrastruktur zuständige Gematik hat ihr Fachportal überarbeitet. Auch die sogenannten Leistungserbringer wie Ärzte und Zahnärzte finden hier alle Informationen und technische Hinweise zu den Komponenten, Installationen und Anwendungen. „Von der Spezifikation über Installationschecklisten bis hin zum Zulassungsantrag erhalten hier Hersteller & Anbieter, IT-Dienstleister, Leistungserbringer, Primärsystemhersteller sowie Krankenversicherungen alle TI-relevanten Fachinformationen“, heißt es auf der Seite. (Quelle: Gematik)
 

Online-Handbuch soll Kommunikation zu Corona-Impfstoffen verbessern

Ein neues Online-Handbuch soll dabei unterstützen, die Kommunikation zu Corona-Impfstoffen zu verbessern. Der praktische Leitfaden, der sich unter anderem an Ärzte, Journalisten und Politiker richtet, zeigt auf, wie Fehlinformationen über die Covid-19-Impfung widerlegt und Ängste abgebaut werden können.
„The COVID-19 Vaccine Communication Handbook. A practical guide for improving vaccine communication and fighting misinformation“ wurde von einem Team renommierter Experten aus den Bereichen Impfen und Kommunikation erstellt. Es liefert auf 20 Seiten Fakten zur Corona-Schutzimpfung und gibt praktische Tipps im Umgang mit Mythen rund um Covid-19. Das Handbuch steht im Internet kostenfrei zum Download zur Verfügung. Es verlinkt zudem auf ein Wiki mit Details zu jedem der Hauptthemen, die kontinuierlich aktualisiert werden.

Wichtige zuverlässige Quellen für Mediziner, die sich zum Thema Covid-19 und Impfen aktuell informieren wollen, sind die Internetseiten des Robert Koch-Instituts und des Paul-Ehrlich-Instituts, die ein umfangreiches Informationsangebot bieten. Die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und viele weitere wichtige Informationen rund um das Thema Impfen gibt es zudem in Form einer kostenlosen STIKO-App. Abrufbar in der App sind unter anderem die Fachinformationen aller Impfstoffe sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Impfungen. (Quelle: KBV Praxisnachrichten)


PKVen zahlen Beitragsrückerstattungen in Milliardenhöhe

Auch 2019 erhielten mehrere Hunderttausend Privatversicherte eine Rückzahlung ihrer Krankenversicherung, weil sie keine Versicherungsleistungen in Anspruch genommen haben. Dieses Prinzip komme gut in der Bevölkerung an, so der PKV-Verband. Allein im zuletzt ausgewerteten Jahr 2019 beliefen sich diese Beitragsrückerstattungen auf insgesamt 1,44 Milliarden Euro. Das entspricht 3,5 Prozent der eingenommenen Beiträge.
Bei der Beitragsrückerstattung handelt es sich um Barauszahlungen an die Versicherten, die über einen längeren Zeitraum hinweg keine Leistungen in Anspruch genommen haben. Sie ist ein Anreiz, auf das Einreichen kleiner Rechnungen zu verzichten. „Versicherte mit Anspruch auf Rückerstattung verhalten sich erfahrungsgemäß gesundheits- und kostenbewusster und verursachen so weniger Ausgaben. Davon profitieren sie nicht nur selbst, sondern das kommt auch den übrigen Versicherten zugute“, heißt es.

Die Höhe der Rückerstattung ist vertraglich festgelegt und gilt für den jeweiligen Tarif. Die Barauszahlung erfolgt in der Regel, wenn im Versicherungsjahr keine Rechnungen eingereicht wurden. „Häufig steigt die Beitragsrückerstattung, je länger die Leistungsfreiheit dauert. Nach drei Jahren können es beispielsweise vier bis sechs Monatsbeiträge sein“, so der PKV-Verband.

Die Bundeszahnärztekammer hatte im Oktober 2020 berichtet, dass in der Corona-Pandemie vor allem Privatversicherte überdurchschnittlich häufig auf Zahnarztbesuche verzichteten. Sie hatte unter anderem darauf verwiesen, die mögliche Beitragsrückerstattung in Verbindung mit der vor allem zu Beginn der Pandemie häufig genannten Sorge vor Infektionen mit Sars-CoV-19 führe vermutlich auch dazu, dass Privatversicherte wichtige Kontroll- und Vorsorgetermine beim Zahnarzt nicht wahrnehmen würden. (Quelle: PKV-Verband/QN)
 

Ethikrat: „Bereichsbezogene Impfpflicht“ wäre möglich

Die Diskussion um eine Impfpflicht zum Beispiel für medizinisches Personal wird auch angesichts der zum Teil größeren Zurückhaltung gegenüber einer Impfung gegen Covid-19 in diesen Berufsgruppen intensiver geführt. Unter bestimmten Umständen könne über eine bereichsbezogene Impfpflicht nachgedacht werden, so der Deutsche Ethikrat. Die Vorsitzende des Ethikrats, Alena Buyx, erklärte am 12. Januar 2021 in den ARD-Tagesthemen, dass der Ethikrat aus ethischen Gründen „eine allgemeine Impfpflicht“ ausgeschlossen habe. Man habe aber auch erklärt, dass unter bestimmten Umständen über eine „bereichsbezogene Impfpflicht“ nachzudenken sei. Sie grenzte diese Umstände aber deutlich ein auf Gruppen, die Patienten betreuen, die anders nicht geschützt werden können. Außerdem müsse man dafür sicher wissen, dass Geimpfte das Virus nicht doch weitertragen könnten.

Die Diskussion um die Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen, vor allem im Gesundheitswesen, wird unter anderem vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder befeuert, der den Ethikrat aufgefordert hatte, sich damit zu befassen. Auch der Präsident des Weltärztebunds, Prof. Frank-Ulrich Montgomery, hält einer berufsspezifische Impfpflicht für sinnvoll, der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt, allerdings nicht.

Auf politischer Seite wird eine Impfpflicht derzeit abgelehnt. Sowohl Prof. Karl Lauterbach als auch die Justizministerin Christine Lambrecht schlossen eine Impfpflicht aus. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erklärte, er habe sein Wort gegeben, dass es keine Impfpflicht geben werde. Eine aktuelle Zusammenfassung der Diskussion hat der Ärztenachrichtendienst am Dienstagabend zusammengestellt. (Quelle: änd.de)
 

Privatversicherte können ab Januar 2022 eine ePA nutzen

Seit dem 1. Januar 2021 können gesetzlich Versicherte bei ihren Krankenkassen den Zugang zu einer elektronischen Patientenakte (ePA) erhalten, bis zum Sommer läuft eine Testphase in Berlin und Westfalen-Lippe.

In der Privaten Krankenversicherung wird die Nutzung der elektronischen Patientenakte zum 1. Januar 2022 beginnen, „weil dann die ePA mit wesentlich umfangreicheren Funktionen ausgestattet sein wird.“, so der PKV-Verband. Ab Januar 2022 werde das elektronische Rezept eingeführt, sodass die verordneten Medikamente in der Apotheke mit einem Grafik-Code auf dem Smartphone besorgt werden können. Weitere Unterlagen wie beispielsweise der Impfausweis, der Mutterpass oder das Untersuchungsheft für Kinder sollen von 2022 an ebenfalls digital aus der ePA abrufbar sein. Dann sollen auch alle Krankenhäuser an die elektronische Patientenakte angeschlossen sein.

Ab 2022 können die Versicherten überdies die Datenschutz-Regeln für ihre elektronische Patientenakte deutlich präziser einstellen und an ihre individuellen Bedürfnisse anpassen. Zum Start im Jahr 2021 könnten die Versicherten zunächst nur entscheiden, ob sie allen Ärzten die komplette Einsicht in alle ePA-Daten erlauben oder ob sie den Zugriff für Dritte insgesamt verwehren wollen.

Die ePA erfordere den Aufbau einer sicheren und leistungsfähigen Telematikinfrastruktur. Daher beteilige sich der Verband der Privaten Krankenversicherung seit 2020 als Gesellschafter an der für Einführung und Betrieb der Telematikinfrastruktur verantwortlichen Gematik GmbH. Die dort entwickelten Funktionen sollen für alle gesetzlich und privat Versicherten gleichermaßen zur Verfügung stehen. „Der PKV-Verband ist entschlossen, gemeinsam mit den anderen Gesellschaftern die Nutzung von eHealth zugunsten aller Versicherten in Deutschland voranzutreiben. Damit wird eHealth zu einem wichtigen Teil der medizinischen Versorgung in Deutschland“, so der Verband. (Ouelle: PKV-Verband)
 

„Alles außer Zähne“ in den März verschoben

Aufgrund der verschärften Corona-Regeln kann „Alles außer Zähne“ selbst in digitaler Form im Januar nicht stattfinden. Neuer Termin ist der 19. und 20. März 2021. „Wir haben einen hohen Anspruch an unseren Event“, sagt Organisator Carsten Schlüter von M:Consult. „Nach den neuesten Auflagen ist es uns aber nicht erlaubt, unsere Pläne am 15. und 16. Januar umzusetzen. Deshalb haben wir beschlossen, den Kongress in den März zu verschieben.“

Carsten Schlüter
Carsten Schlüter
Foto: M:Consult
Der Kongress, der unternehmerisch orientierte Zahnärzte zum Jahresauftakt vereint, war als Hybrid-Event geplant worden. Dass auch der Weg in die rein digitale Welt versperrt sein würde, sei nicht zu erwarten gewesen. „Wir möchten kein Digital-Event veranstalten, bei dem die Referenten zu Hause in ihrem Arbeitszimmer sprechen. Unser Ziel war es, mit unserer eigenen Plattform eine Veranstaltung zu kreieren, bei der jeder Teilnehmer – ob vor Ort oder Zuhause am Computer – das Gefühl hat, mittendrin zu sein.“ Dazu wäre aus organisatorischer Sicht einige Manpower in Düsseldorf notwendig gewesen, um dort Vorträge, Interviews und Experten-Diskussionen zu filmen. Dies wurde nun von den Behörden untersagt.

Mit der Verschiebung hoffen die Veranstalter, auch wieder vor Ort Teilnehmer begrüßen zu dürfen. „Garantieren können wir das natürlich nicht, aber die Chancen steigen zu dem späteren Termin“, sagt Carsten Schlüter. Erste Gespräche mit Teilnehmern und Sponsoren seien gut gelaufen. Alle Partner hätten sofort zugesagt, am neuen Termin dabei zu sein. Auch alle Referenten hätten für März bestätigt.

Das Organisations-Team möchte nun die Zeit nutzen, um die digitale Plattform mit weiteren Features auszubauen, heißt es. Weitere Informationen auf www.alles-ausser-zaehne.de. (Quelle: M:Consult)


Hessen baut neue zentrale Staatsanwaltschaft für Gesundheitswesen auf

Das Land Hessen baut eine neue Zentrale Staatsanwaltschaft für Medizinwirtschaftsrecht in Fulda auf. Die neue ZSMS hat offiziell zum Jahresbeginn ihre Tätigkeit aufgenommen. Sie löst die alte, bei der Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt angesiedelte Zentralstelle für Medizinwirtschaftsrecht in Frankfurt (Main) ab.

Die Frankfurter Zentralstelle, eine der ersten Schwerpunktstaatsanwaltschaften zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen, war schon im Herbst 2020 aufgelöst worden, weil im vergangenen Jahr Vorwürfe wegen Bestechlichkeit gegen ihren ehemaligen Leiter bekannt geworden waren. Die neue ZSMS in Fulda übernimmt die Frankfurter Verfahren, beginnt aber mit neuem Personal und soll einen kompletten Neustart in der Verfolgung von Wirtschaftskriminalität im hessischen Gesundheitswesen bringen. Die ZSMS setze dabei auch auf die Zusammenarbeit mit den Krankenkassen und den Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen. (Quelle: Ärzte Zeitung/Justizministerium Hessen)

 

Arbeitsschutz in Pandemiezeiten: Online-Umfrage läuft noch bis 20. Januar 2021

Der Verband medizinischer Fachberufe e.V. hat die zweite Auflage seiner Online-Umfrage zum Arbeitsschutz in Pandemiezeiten gestartet. Bis zum 20. Januar 2021 sind Medizinische, Tiermedizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte sowie angestellte Zahntechniker*innen und Auszubildende in diesen Berufen aufgerufen, sich daran zu beteiligen.

„Im Mai hatten wir zum ersten Mal gefragt, wo die größten Probleme beim Arbeitsschutz liegen und was unsere Kolleginnen und Kollegen in diesen Pandemiezeiten beschäftigt“, erklärt Präsidentin Hannelore König. „Aus diesen Ergebnissen konnten wir entnehmen, dass unsere Berufsangehörigen vor allem die Gefahr einer Infektion während der Arbeitszeit belastete. Diese Befürchtung war aufgrund der fehlenden Schutzausrüstung sehr gut nachvollziehbar und inzwischen gibt es auch Medizinische und Zahnmedizinische Fachangestellte, deren Covid-19-Erkrankung als Berufskrankheit anerkannt wurde. Es zeigte sich, dass bei den Arbeitnehmer*innen die Sorge um eine Infektion geringer war, wo es eine wertschätzende Kommunikation gab beziehungsweise die Arbeitgeberseite ihrer Fürsorgepflicht nachkam.“ Die erste Umfrage bot auch einen Einblick in die Nutzung der Kurzarbeit. Hier zeigte sich, dass in erster Linie die Zahntechniker*innen betroffen waren. Fast jede*r Zweite (47 Prozent) musste die Arbeitszeit reduzieren, bei den ZFA waren es 37 Prozent, bei den MFA 10 und den TFA 8 Prozent.

Inzwischen hat die zweite, stärkere Welle der Pandemie Deutschland erreicht und die Situation ist kritischer als im Frühjahr. Daher will der Verband medizinischer Fachberufe e.V. mit der Wiederholung der Umfrage herausfinden, wie sich die Lage entwickelt hat. „Aus bisherigen Berichten wissen wir, dass sich viele Praxen mittlerweile auf die Lage eingerichtet haben. Ob damit aber auch das Gefühl der Sicherheit am Arbeitsplatz gestiegen ist, bleibt abzuwarten“, so Hannelore König weiter. „Wir vermissen noch immer von der zuständigen Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege den Arbeitsschutzstandard für Arzt- und Zahnarztpraxen. Und auch die Aufnahme von MFA und ZFA in die Teststrategie sind nur eine Empfehlung. Inwieweit diese und weitere Maßnahmen des Arbeitsschutzes tatsächlich angewendet werden, wollen wir jetzt herausfinden und hoffen auf eine große Beteiligung der Berufsangehörigen. Nur so können wir als Gewerkschaft auf die Schwachstellen aufmerksam machen und entsprechende Maßnahmen mit den Verantwortlichen ableiten.“ Link zur Onlineumfrage: https://www.vmf-online.de/2-umfrage-arbeitsschutz-corona. (Quelle: VmF)

Collagen Matrix erwirbt das GUIDOR-Geschäft mit Knochenersatzmaterialien von Sunstar

Collagen Matrix, Inc., ein weltweit führender Anbieter von regenerativen, kollagenbasierten, aus Xenotransplantaten hergestellten Medizinprodukten und Portfoliounternehmen von Linden Capital Partners („Linden"), gab Ende Dezember 2020 die Übernahme des Geschäftsbereichs Degradable Solutions von Sunstar bekannt, einschließlich der „GUIDOR“-Markenlinie von resorbierbaren synthetischen medizinischen Implantaten.

Die 1999 gegründete Degradable Solutions AG hat ihren Hauptsitz in Schlieren, Schweiz, und gehört seit 2011 zur Sunstar Group. Das Unternehmen entwickelt und vermarktet ein hochleistungsfähiges, synthetisches Portfolio von Geweberegenerationsprodukten. Die Guidor-Familie von Knochenersatzmaterialien, bekannt als „easy-graft" und „calc-i-oss", sowie die Guidor-bioresorbierbare Matrix-Barrieremembran werden weltweit für den Einsatz bei zahnchirurgischen Eingriffen und Restaurationen vertrieben.

Shawn McCarthy, CEO von Collagen Matrix, sagte nach der Transaktion: „Die synthetischen Technologien von Guidor ergänzen unsere proprietären, kollagenbasierten Produkte und ermöglichen es uns, sowohl unseren OEM-Kunden als auch unseren globalen Vertragsentwicklungskunden ein umfassendes Portfolio an Produkten der regenerativen Medizin anzubieten. Wir sind bestrebt, sinnvolle Innovationen zum Leben zu erwecken, und diese Investition erweitert unsere Möglichkeiten, Kombinationsprodukte zu entwickeln und zu liefern, die ein immer breiteres Spektrum an klinischen Anwendungen im Dentalmarkt und darüber hinaus ansprechen."

Die Degradable Solutions AG hat auch neuartige Elektrospinnfähigkeiten entwickelt, die zu einer erstmaligen nicht gewebten, synthetischen, elektrogesponnenen Dentalmembran geführt haben, die vor kurzem eine CE-Kennzeichnung erhielt. Collagen Matrix erwartet, dieses Produkt ab 2021 in ausgewählten Märkten einzuführen und die Entwicklung weiterer Produktlösungen für neue Bereiche mit ungedecktem medizinischem Bedarf einzuleiten

Collagen Matrix, Inc. ist ein Entwickler und Hersteller von medizinischen Produkten auf Kollagenbasis, die für die Reparatur und Regeneration von Gewebe und Knochen verwendet werden. Das Unternehmen 1997 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Oakland, New Jersey. Es entwickelt proprietäre Produkte, die an OEM-Kunden auf Vertrags- oder Eigenmarkenbasis für die Endmärkte Orthopädie, Wirbelsäule, Sportmedizin, Dental und Neurochirurgie verkauft werden. (Quelle: Collagen Matrix)

KBV: Krankenkassen verweigern Erstattung von Hygienekosten

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung kritisiert das Verhalten der Krankenkassen bei den Vergütungsverhandlungen. Die Verhandlungen zur Erstattung der stark gestiegenen Hygienekosten in Arztpraxen sind gescheitert. „Der GKV-Spitzenverband lehnt es ab, Geld für notwendige zusätzliche Hygienemaßnahmen bereitzustellen. Auch zu den Gesundheits-Apps und der elektronischen Patientenakte gibt es keine Einigung“, so die KBV.
„Die durchweg ablehnende Haltung der Krankenkassen ist äußert befremdlich. Sie schadet der Patientenversorgung“, kritisierte KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen. Er erwarte jetzt eine sachgerechte Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses, der nach dem Scheitern der Verhandlungen im Bewertungsausschuss eingeschaltet wurde.

Die KBV fordere seit Jahren eine kostendeckende Finanzierung der Hygienemaßnahmen in Arztpraxen. Hintergrund ist, dass durch eine Vielzahl neuer Gesetze, Vorschriften und Richtlinien die Anforderungen und damit auch die Ausgaben und Zeitaufwände für Hygiene enorm gestiegen sind. Nach einer Erhebung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung mussten die Praxen im Jahr 2018 durchschnittlich 24.287 Euro für Hygienekosten aufwenden. Bei den Zahnärzten sind es rund 70.000 Euro pro Jahr, wie eine Studie des Instituts der Deutschen Zahnärzte belegt.

Zur Kompensierung der hohen Hygienekosten fordert die KBV die Aufnahme von Hygienezuschlägen in den EBM. Ärzte mit besonders hohen Hygieneaufwendungen sollen spezifische Zuschläge zu den jeweiligen Einzelleistungen erhalten. Darüber hinaus sieht der KBV-Vorschlag für die allgemeinen Hygienekosten je betroffener Arztgruppe Zuschläge zu den Grund- und Versichertenpauschalen vor. Die Zahlung sämtlicher Zuschläge soll extrabudgetär erfolgen.

Keine Einigung gibt es auch bei den erhöhten Beratungsleistungen für die Verordnung von Gesundheits-Apps. Hier gebe es viel Gesprächsbedarf bei den Patienten, der nicht gewürdigt werde. Auch die Vergütung für das Befüllen der elektronischen Patientenakte ist noch offen. (Quelle: KBV)


Neue Vorständin startet bei der ApoBank

Jenny Friese
Jenny Friese
Foto: ApoBank
Jenny Friese wurde formal zum 1. Januar 2021 von der Aufsicht als Vorständin für das Ressort Großkunden und Märkte bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (ApoBank) bestätigt. Damit ist sie seit Gründung der Bank 1902 die erste Frau im Vorstand.
Zu ihrem Ressort zählt das Asset Management der Standesbank und die Betreuung der institutionellen Anleger. Ferner verantwortet Friese das Firmenkundengeschäft mit den Unternehmen der Gesundheitsindustrie sowie den Bereich Treasury.
„Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung, die Kunden und Mitarbeiter“, sagt die 46-Jährige. „Die ApoBank ist seit jeher erste Adresse für Existenzgründer im Heilberufssektor und strategischer Partner für Gesundheitsunternehmen am Markt. Zeitgleich wird verstärkt ihre Expertise in der Anlageberatung von privaten und institutionellen Kunden nachgefragt. Diese Position möchte ich weiter stärken und ausbauen.“
Friese wechselte von der Commerzbank nach Düsseldorf zur Heilberufebank. Bei der Commerzbank war sie zuletzt als Bereichsvorständin für Privat- und Unternehmerkunden verantwortlich. (Quelle: ApoBank)


Professor Gernot Marx ist neuer DIVI-Präsident

Prof. Gernot Marx
Prof. Gernot Marx
Foto: DIVI
Professor Gernot Marx ist neuer Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Er folgt auf Prof. Uwe Janssens (Hamburg), der in der Corona-Pandemie zum Gesicht der DIVI und wichtiger Experte in den Medien geworden war und jetzt als Past Präsident fungiert.
Marx, Facharzt für Anästhesie- und Intensivmedizin und Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care des Aachener Universitätsklinikums, wird in den kommenden zwei Jahren die Fachgesellschaft führen. Sein besonderes Anliegen: den Schub und die Erfahrungen mit der Corona-Pandemie für die Intensivmedizin und die DIVI zu nutzen. „Wir behandeln schließlich nicht nur 55.000 Covid-19-Patienten – sondern jedes Jahr auch mehr als zwei Millionen Intensivpatienten in ganz Deutschland!“
Wichtig für seine Präsidentschaft ist es Marx vor allen Dingen, Ziele und Strategien für die DIVI zu setzen. Es gelte zum Beispiel, das DIVI-Intensivregister weiter auszubauen. Digitalisierung, Telemedizin und künstliche Intelligenz (KI) sind weitere Schwerpunktthemen. Es ist ihm ein Anliegen, die Weichen für eine bessere Versorgung von Intensivpatienten zu stellen. Dies könne gelingen durch digitale, regionale Gesundheitsnetzwerke, die Anwendung von Telemedizin, Apps und die Nutzung zahlreicher digitalisierter Daten, um KI für die Patienten auf Intensivstationen anzuwenden. „Meines Erachtens ist die Intensivmedizin der Bereich, wo es am schnellsten möglich ist, Potenziale der KI in echten Patientennutzen umzuwandeln!“, ist Marx überzeugt. Es sei die Aufgabe der DIVI, diese Chance für die Patienten zeitnah zu ergreifen. (Quelle: DIVI)
 

Impfung: KZBV, BZÄK und DGZMK mit gemeinsamem Positionspapier

In einem gemeinsamen Positionspapier nehmen die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV), die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund und Kieferheilkunde (DGZMK) Stellung zu den Prioritätengruppen bezüglich der Impfreihenfolge gemäß Corona-Impfverordnung und der Einordnung der Zahnärzte. Danach sind Zahnärzte und ihre Mitarbeiter – wie schon in einer ersten Stellungnahme von KZBV und BZÄK kurz vor Weihnachten festgehalten – grundsätzlich in die zweite Prioritätengruppe der ImpfV eingeordnet worden.
Weiterhin unklar ist noch, wo die Zahnärzte und Praxisteams eingeordnet werden, die in den rund 180 Schwerpunktpraxen Patienten betreuen, die an Covid-19 erkrankt sind oder bei denen der Verdacht einer Infektion mit Sars-CoV-2 besteht oder die in Quarantäne sind. Dies gilt auch für die Zahnärzte und Mitarbeiter, die Patienten in den besonders gefährdeten Alten- und Senioreneinrichtungen und Pflegeheimen betreuen. „BZÄK und KZBV gehen davon aus, dass diese unter die erste Prioritätengruppe gemäß Paragraf 2 Nr. 2 bzw. Paragraf 2 Nr. 4 ImpfV gefasst werden müssen und haben diese Auffassung in ihrer Stellungnahme gegenüber dem BMG beziehungsweise der STIKO vorgetragen. KZBV und BZÄK werden diese Frage zeitnah mit dem BMG zu klären versuchen“, heißt es dazu im Papier vom 5. Januar 2021. Die BZÄK hat auf ihrer Website auf den Sonderseiten zum Coronavirus weitere Informationen zum Thema „Impfen“ zusammengestellt. Auch auf der Internetseite der KZBV sind entsprechende Informationen bereitgestellt worden. (Quelle: BZÄK)
 

3.500 Teilnehmer bei ZäPP

Gleich in den ersten Befragungsjahren war das Zahnärzte-Praxis-Panel (ZäPP) durch die motivierte Mitarbeit der vielen teilnehmenden Zahnarztpraxen ein großer Erfolg, so die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung. Mit etwa 3.500 eingegangenen Erhebungsbögen allein im Jahr 2019 lag die bundesweite Rücklaufquote bei fast 10 Prozent. Diese - im Vergleich zu ähnlichen Untersuchungen - überaus positive Resonanz erlaube substanzielle Auswertungen zu den Rahmenbedingungen der vertragszahnärztlichen Versorgung. An der aktuellen Erhebung können sich auch Zahnärzte beteiligen, die im Vorjahr noch nicht mitgemacht haben. „Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer zählt!“, so die KZBV. Weitere Informationen zu ZäPP sind auf der Internetseite der KZBV bereitgestellt.  (Quelle: KZBV)
 

Zukunftsweisende Partnerschaft: Teemer und Doctolib bündeln Kompetenzen

Teemer und Doctolib gehen eine Partnerschaft ein: Mit dem Termin- und Patientenmanagement des französischen Unternehmens Doctolib und der ersten webbasierten Praxissoftware teemer (AZR.dent, Hamburg)) kommen zwei Vorreiter auf dem Weg zur Digitalisierung der Zahnarztpraxen zusammen, heißt es in der Unternehmensmitteilung. Eine gemeinsame Schnittstelle zwischen den beiden smarten Systemen gewährleiste dank Echtzeit-Synchronisation einen nahtlosen Arbeitsfluss in den Praxen. „Von der Terminvergabe bis zur Praxisverwaltung bieten beide Systeme alles aus einer Hand per Klick – mobil, einfach und sicher“, so die Ankündigung.
Ziel der Partnerschaft sei es, die Praxisteams nachhaltig zu entlasten, die Praxen wirtschaftlicher zu machen und den Patienten eine optimale Behandlung sowie einen zeitgemäßen Service mit der Online-Terminverwaltung zu bieten. Eine deutliche Reduktion von Terminausfällen durch intelligentes Terminmanagement, eine Endgeräte- und ortsunabhängige Nutzung für Einzelpraxen oder Praxisverbünde sowie die intuitive, kinderleichte Bedienung und eine mehrfach zertifizierte Sicherheitstechnologie machten das Team-up von Doctolib und teemer zu einem zukunftsweisenden Tool mit Mehrwert. Mehr Informationen auf der Website von teemer. (Quelle: ARZ.dent)
 

Frist für Fortbildungsnachweise bis 31. März 2021 verlängert

Aufgrund der andauernden Corona-Pandemie und dem damit verbundenen Ausfall von Fortbildungsveranstaltungen hat das Bundesministerium für Gesundheit auf Bitte der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) zugestimmt, die Frist zur Erbringung des Fortbildungsnachweises nach Paragraf 95d SGB V bis zum 31. März 2021 zu verlängern. Das meldete die KZBV Anfang Januar 2021 auf ihrer Facebook-Seite. Zahnärztinnen und Zahnärzte werden gebeten, wenn möglich, verstärkt Online-Fortbildungsangebote in Anspruch zu nehmen. (Quelle: KZBV on Facebook)


8 Prozent weniger Ausbildungsverträge zur ZFA

Für das Ausbildungsjahr 2020/2021, das im August 2020 begonnen hat, lässt sich bis zum 30. September für abgeschlossene neue Ausbildungsverträge bei Zahnärzten ein rückläufiger Trend feststellen: Bundesweit wurden rund 12.700 Ausbildungsverträge für Zahnmedizinische Fachangestellte (ZFA) abgeschlossen, im Vorjahreszeitraum waren es rund 13.800 Verträge und damit rund 8 Prozent mehr.
Wegen der Pandemie und den damit verbundenen ökonomischen Restriktionen konnte das seit dreizehn Jahren anhaltende Niveau bei der Zahl von neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen für ZFA nicht gehalten werden. Die Ausbildungsleistung der Zahnarztpraxen sank um rund 10 Prozent. Das meldet die Bundeszahnärztekammer unter Verweis auf die Daten der Landes- und Bezirkszahnärztekammern.
Sie verweist in diesem Zusammenhang auf die zusätzlichen Förderoptionen für Ausbildungsplätze. Die Förderrichtlinien zum Bundesprogramm „Ausbildung sichern“ seien im Dezember 2020 angepasst worden. Antragsberechtigt sind kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), zu denen Zahnarztpraxen gehören.
Die Förderung umfasst vier Fördermaßnahmen: die Ausbildungsprämie, die Ausbildungsprämie plus, den Zuschuss zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit und die Übernahmeprämie. Alle Details hat die BZÄK auf ihrer Internetseite zusammengestellt. (Quelle: BZÄK-Infodienst „Klartext“ 12/2020)


ePA startet in Testphase – ab Juli verbindlich

Die elektronische Patientenakte startet zu Jahresbeginn 2021 zunächst mit einer Testphase. Ihr flächendeckender Einsatz in den Praxen ist ab Juli geplant: Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten sind dann gesetzlich verpflichtet, die digitalen Akten mit Befunden, Therapieplänen etc. zu befüllen und Daten auszulesen, sofern der Versicherte dies wünscht.

Schon ab 1. Januar 2021 sind die Krankenkassen verpflichtet, ihren Versicherten eine elektronische Patientenakte anzubieten. Sie wird als App bereitgestellt, sodass Nutzer per Smartphone oder Tablet sie mit eigenen Daten oder Daten der Krankenkasse befüllen können. Für die Versicherten ist die Anlage und Nutzung der ePA freiwillig. Da jede Kasse frei entscheiden kann, welche ePA-Variante sie ihren Versicherten anbieten möchte, unterscheiden sich Aussehen und Funktionalität der einzelnen Akten voneinander. Alle müssen jedoch Ende zu Ende verschlüsselt sein und eine Zulassung der gematik besitzen.

Praxen sollten bis 1. Juli 2021 vorbereitet sein: Nur wenige ausgewählte Praxen in Berlin und Westfalen-Lippe werden ab Anfang 2021 in einem Feldtest die ePA erproben. Danach werden nach und nach alle Ärzte, Psychotherapeuten, Zahnärzte, Apotheker und Krankenhäuser mit der notwendigen Technik versorgt. Bis zum 1. Juli 2021 müssen laut Gesetz alle Ärzte und Psychotherapeuten die notwendige Ausstattung vorhalten, um Daten über die Telematikinfrastruktur in die ePA zu übertragen oder auszulesen. Andernfalls droht eine Kürzung der Vergütung um ein Prozent. Der Zeitplan ist sehr knapp, denn für die ePA ist der E-Health-Konnektor nicht ausreichend. Ein weiteres Software-Update auf den sogenannten ePA-Konnektor ist erforderlich. Aller Voraussicht nach werden erst im zweiten Quartal 2021 die ersten von der Gematik zugelassenen Software-Updates zur Verfügung stehen. Alle drei Hersteller wollen dafür den notwendigen Feldtest Anfang des Jahres starten, so die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV).

Neben einem elektronischen Heilberufsausweis benötigen Praxen ein ePA-Modul für ihr Praxisverwaltungssystem, dass eine komfortable Übertragung der Daten, möglichst per Drag and Drop, gewährleisten soll. Diese ePA-Module werden ebenfalls durch die Gematik bestätigt. Eine Erstattung der Technikkosten für diese Komponenten ist im Rahmen der TI-Finanzierung geplant.

Die ePA ist eine patientengeführte Akte. Das heißt, nur der Patient entscheidet, ob und wie er die Akte nutzen und wem er welche Daten zur Verfügung stellen möchte. Er bestimmt auch, welche Dokumente in der ePA gespeichert und welche wieder gelöscht werden. Ärzte und Psychotherapeuten dürfen nur mit Einwilligung des Patienten auf die ePA zugreifen. Jeder Zugriff wird protokolliert. Der Patient kann über die App jede einzelne Praxis mit Berechtigungen für die in der ePA enthaltenen Dokumente versehen. Später können Berechtigungen sogar für jedes einzelne Dokument vergeben werden. Versicherte, die die ePA nicht über eine App verwalten können, haben die Möglichkeit, ihre Daten in der Praxis mittels elektronischer Gesundheitskarte und Patienten-PIN freizugeben. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat zur ePA weitere Informationen auf ihrer Internetseite bereitgestellt. Als eine erste Anwendung für Zahnärzte ist das digitale Bonusheft in Vorbereitung, mehr Informationen dazu auf der Internetseite der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung. (Quellen: KBV/KZBV)

 

„DENTALPUNK“: Neuer Marketingpodcast für Zahnärzte

Patienten sind nach wie vor die wichtigsten Botschafter einer Zahnarztpraxis. Doch wie findet der Wunschpatient ins Wartezimmer? Antworten gibt es jetzt bei „DENTALPUNK“. In seinem neuen Podcast interviewt Lars Kroupa alle 14 Tage ausgewählte Experten zu neuen Möglichkeiten für die Zahnarztpraxis, um aus einem Zahnarztbesuch nicht nur einen für die Mundgesundheit erfolgreichen Termin, sondern auch ein 360-Grad-Markenerlebnis zu machen.

Patienten sind heute anspruchsvoller geworden. Sie erwarten nicht nur selbstverständlich eine gute medizinische Betreuung, sondern auch ein entsprechendes „Drumherum“. Gerade bei Selbstzahlerleistungen und bei hochwertigen, komplexen oder über eine längere Zeit laufende zahnmedizinische Behandlungen kommt es für die Patientenzufriedenheit darauf an. Und zufriedene Patienten sind nach wie vor die beste Werbung – ganz gleich, ob für den Hauszahnarzt „um die Ecke “ oder für die Spezialistenpraxis. Wie kann eine Zahnarztpraxis diese anspruchsvollen Patienten gewinnen und an sich binden? Wie wird im zunehmenden Wettbewerb die Praxis zur Marke im Kopf des Patienten? Kann man Patienten auch zu Influencern für die eigenen Leistungen machen?

© Kroupa
DENTALPUNK betrachtet die Kommunikation von Gesundheitsleistungen aus dem Blickwinkel und mit dem Background moderner Vermarktungsmechanismen der Dental- und Konsumgüterindustrie. Was können Praxen davon lernen oder auch für sich nutzen, Stichwort „Influencer“ in Social Media, um ihre Wunschpatienten zu gewinnen? Konkrete Tools und Praxistipps begleiten diese Marketing-Reise „zum Hören“ und führen den Weg zur Zahnarztpraxis als „Top of Mind“-Marke.
Lars Kroupa kennt sowohl die Welt der Zahnarztpraxen als auch die Welt der Werbung und des Marketings aus langjähriger Tätigkeit in der Dentalbranche und als erfolgreicher Agenturinhaber, Fotograf und Filmemacher weit über Dental hinaus. Seine besonderen Gesprächspartner kommen aus beiden Welten und bringen viele neue Anregungen und Ideen mit. Den neuen Marketingpodcast für Zahnarztpraxen in Kooperation mit Quintessence Publishing gibt es ab 4. Januar 2020 alle 14 Tage immer montags direkt hier oder auf Spotify. (Quelle: QN)

 

KZBV und BZÄK zu Impfverordnung: Zahnärzte grundsätzlich Gruppe 2

Nach der am 21. Dezember 2020 in Kraft getretenen Impfverordnung (ImpfV) für die Impfungen gegen Sars-CoV-2 sind Zahnärzte und ihrer Mitarbeiter grundsätzlich in die zweite Prioritätengruppe der ImpfV eingeordnet worden. Das teilen Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung und Bundeszahnärztekammer in ihrer gemeinsamen Information zur ImpfV vom 23. Dezember 2020 mit.

Unklar ist noch, wo die Zahnärzte und Praxisteams eingeordnet werden, die in den rund 180 Schwerpunktpraxen Patienten betreuen, die an Covid-19 erkrankt sind oder bei denen der Verdacht einer Infektion mit Sars-CoV-2 besteht oder die in Quarantäne sind. Dies gilt auch für die Zahnärzte und Mitarbeiter, die Patienten in den besonders gefährdeten Alten- und Senioreneinrichtungen und Pflegeheimen betreuen. „BZÄK und KZBV gehen davon aus, dass diese unter die erste Prioritätengruppe gemäß Paragraf 2 Nr. 2 bzw. Paragraf 2 Nr. 4 ImpfV gefasst werden müssen und haben diese Auffassung in ihrer Stellungnahme gegenüber dem BMG beziehungsweise der STIKO vorgetragen. KZBV und BZÄK werden diese Frage zeitnah mit dem BMG zu klären versuchen“, heißt es dazu in der Information.

Die KZBV hat auf ihrer Internetseite zudem aktuelle Informationen speziell zum Thema ImpfV und Impfung gegen Sars-CoV-2 zusammengestellt. (Quelle: KZBV/BZÄK)

 

SRH Hochschule für Gesundheit: Bachelorstudiengang DH mit neuer Leitung

Die SRH Hochschule für Gesundheit hat den Bachelorstudiengang Dental Hygienist (B.Sc.) am Campus Rheinland in Leverkusen neu aufgestellt. Neue Studiengangsleiterin ist Prof. Dr. Thea Rott. Ihr zur Seite steht der Leverkusener Zahnarzt Prof. Dr. Dr. Philipp Plugmann als Professor für interdisziplinäre Parodontologie und Prävention. „Gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. Philipp Plugmann unseren innovativen und zukunftsträchtigen Bachelorstudiengang Dental Hygienist hier am Campus Rheinland in Leverkusen etablieren zu dürfen, macht mich sehr glücklich“, so Rott.

Studierende erwerben laut Hochschule während des Studiums das notwendige Wissen und die praktische Kompetenz, um komplexe Aufgaben der zahnmedizinischen Prävention und Therapie von Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen zu übernehmen. Absolventen könnten eine Prophylaxe-Abteilung aufbauen und leiten und somit Zahnärzte im Rahmen des Zahnheilkundegesetzes entlasten. „Aufgrund des demographischen Wandels, veränderter Anforderungen sowie des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen wird die Nachfrage nach Dentalhygieniker*innen weiter stark steigen. Mit der auflagenfreien Akkreditierung unseres NC-freien Studienmodells können wir einen wichtigen Beitrag für den Gesundheitsstandort Deutschland leisten“, so Plugmann.

Um ein praxisnahes Studium garantieren zu können, seien viele Kooperationen geschlossen worden, so mit Schütz Dental und Bego. Beide Unternehmen beteiligten sich auch an der Auslobung von studiengangsbezogenen Deutschlandstipendien. So konnten unter Beteiligung von Schütz bereits zwei Stipendien an Studierende der SRH Hochschule für Gesundheit im Wintersemester 2020/2021 vergeben werden., heißt es in der Meldung. Mehr Informationen auf der Internetseite der SRH Hochschule für Gesundheit. (Quelle: SRH)

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