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Dental Direkt lud Kunden und Partner zu den cube days 2022 nach Bielefeld

Diskussion mit Prof. Dr. Dipl.-Ing. Martin Rosentritt, ZTM Florian Schmidt, Prof. Dr. Florian Beuer und Moderatorin Jessica Thamm (von links).

(c) Dental Direct

Ende September lud das Unternehmen Dental Direkt zu den „cube days 2022“ nach Bielefeld ein. In den stilvoll renovierten Räumlichkeiten des ehemaligen Lokschuppens fanden an zwei Tagen Vorträge namhafter Referenten und Workshops statt.
Ein Grund, um mit Kunden, Freunden und Industriepartnern zu feiern, war für Dental Direkt sicherlich das 25-jährige Firmenjubiläum, doch auch so gibt es genug Anlass zur Freude. Schließlich ist man unter anderem in Europa zum führenden Zirkonoxid-Hersteller aufgestiegen. Und so zelebrierte das Unternehmen sehr selbstbewusst vom 8. bis 10. September seine „cube days 2022“ und die abendliche Party in einer ganz besonderen Location, dem Lokschuppen Bielefeld.

Der ehemalige Eisenbahnschuppen in Bielefeld aus dem Jahr 1905 wurde 2018 entkernt und aufwendig für seine neue Bestimmung als Eventlocation saniert. Bild: Dental Direct
Der ehemalige Eisenbahnschuppen in Bielefeld aus dem Jahr 1905 wurde 2018 entkernt und aufwendig für seine neue Bestimmung als Eventlocation saniert. Bild: Dental Direct

Praxis, Wissenschaft und Industrie vereinen

Die „cube days 2022“ sollen Praxis, Wissenschaft und Industrie vereinen – allerdings nicht stocksteif, sondern Dental-Direkt-typisch auf lockere, zugleich seriöse Art. Und so hoben die beiden Dental Direkt Geschäftsführer Marcel Brüggert und Marvin Kühme auch in ihrer Begrüßung hervor, dass ihnen der Dialog zwischen Forschung und Anwendung sehr am Herzen liege und diese Veranstaltung den Rahmen geben soll, um diesen Dialog zu fördern und interdisziplinäre Freundschaften zu knüpfen. Ein Anspruch, dem das Event gerecht wurde.

Grundsätzlich konnte im Rahmen der zwei Veranstaltungstage vorgelebt werden, welche Chancen sich der Dentalbranche durch die Digitalisierung, aber auch durch den Entwicklungsstand moderner Zirkonoxide bieten. Denn ohne Digitalisierung und CAD/CAM-gestützte Fertigung hätte sich die Nachfrage nach Zirkonoxiden niemals derart entwickelt. Und so ist es heute nicht mehr verwunderlich, dass Zirkonoxid nicht gleich Zirkonoxid ist, und dass sich das Einsatzspektrum von hochfestem, dafür aber opaken Gerüstmaterial für weitspannige Versorgungen, bis hin zu hochtransluzentem, dafür aber etwas weniger stabilem Material für monolithische Versorgungen erstreckt. Eine echte Innovation im dentalen Werkstoffsektor.

Neue Produkte und Entwicklungen

Bei Dental Direkt wird diese Innovationskraft mithilfe eines großen Teams an Fachleuten und Ingenieuren erreicht. Dass dem so ist, konnte gleich zu Beginn der „cube days“ eindrucksvoll von einer ganzen Riege an Dentalingenieurinnen und einem Salesmanager im Teamvortrag „Welcome to your Portfolio – neue Produkte und Entwicklungen“ unter Beweis gestellt werden. Den ersten Part übernahm Lisa Freiberg, die als Product Manager Medical Zirconia die Dental-Direkt-Neuiheiten bei Zirkonoxiden präsentierte. Als besonders bemerkenswert ist dabei das neue Multilayer Zirkonoxid „Nacera Pearl Natural“ zu nennen, das zwei Typen von Zirkonoxiden in einem Blank vereint (6Y-PSZ im Schneidebereich und 3Y-TZP im Body- und Zervikalbereich) und sich im Dental Direkt-Portfolio zum anderen „All-in-one-Spezialisten“ DD cube ONE ML hinzugesellt. Damit deckt der Zirkonoxidexperte sowohl die bläulich-kalte als auch gelblich-warme Ästhetiklinie ab. Nahtlos wurde an die Produktmanagerin für Implantatkomponenten, Genephe Mäder, übergeben, die die Neuigkeiten des DDSolidConnect-Implantatprothetik-Portfolios vorstellte. Im Anschluss präsentierte Tanja Bücken-Thielmeyer, Product Manager Medical Polymers, Neuheiten im Bereich Polymere, allen voran das fräsbare Schinenmaterial „DDBioSplintFlex“, denn das PETG-Material zeichnet sich Bücken-Thielmeyer zufolge durch seine hohe Flexibilität bei gleichzeitig hoher Schlagzähigkeit aus. Den Abschluss dieses ersten Blocks markierte der Vortrag von Stefan Glaser, Head of Sales bei Dental Direkt, der für einen erkrankten Kollegen beim Part „Digitaler Workflow und Komponenten“ eingesprungen war. Er zeigte auf, dass Dental Direkt mit der Vertriebspartnerschaft des türkischen Unternehmens „redon“ ein wahrer Glücksgriff im Bereich hochpotenter und gleichzeitig kompakter Fräs- und Schleifmaschinen gelungen ist.

Dentalmaterialien – wohin geht die Reise?

Es warteten zahlreiche weitere Vorträge namhafter Referenten, Workshops und eine große Dentalausstellung auf die rund 400 Teilnehmenden. Moderiert wurde die Veranstaltung übrigens von der Gründerin der Sprachagentur Natives, Jessica Thamm, und Dr. Stefan Böhm, langjähriger wissenschaftlicher Beirat und Berater bei Dental Direkt. Beide schafften es, dem fachlich anspruchsvollen Kongress die gewisse Würze zu verleihen und kurzweilig durch das Programm zu führen.
Der erste wissenschaftliche Beitrag von Prof. Dr. Ralf Smeets beschäftigte sich mit der Frage, wohin die Reise im Bereich der dentalen Materialien geht. Zudem lieferte er auch eine Betrachtung des aktuellen Stands der KI und der additiven Fertigung. Im zweiten Fachvortrag des Tages drehte sich alles um Zahntechnik. ZTM Roman Wolf widmete sich in seinem Vortrag dem Basiswissen in der Zahntechnikund was beachtet werden muss, um vollkeramisch erfolgreich zu sein.

Von rotweißer Ästhetik bis zur digitalen Prothese

Zahnarzt Dr. Kai Zwanzig zeigte in seinem Vortrag eine Zahnheilkunde wie von einem anderen Stern. Und auch, wenn die von ihm vorgestellten Fälle prothetisch versorgt wurden, so war es gerade auch die von ihm durchgeführte Oralchirurgie, die den Weg für eine perfekte Rekonstruktion der Rot-Weißen Ästhetik ebnete.
Der Vortrag von Dr. Johannes Boldt schloss thematisch an den seines Vorredners an. So zeigte Boldt anhand eines komplexen Falls (diverse persistierende Milchzähne sowie Nichtanlagen), wie dieser interdisziplinär mit einem Zirkonoxid der dritten Generation (mit 5 mol% Yttriumoxid dotiert, also höherem Anteil an kubischer Phase) auf höchstem Niveau prothetisch gelöst werden konnte.

Dr. Michael Tholey, Head of Technical Service bei der Vita Zahnfabrik, stellte in seinem Vortrag die digitale Prothese vor. Er konnte anhand des Workflows von Vita zeigen, dass die CAD/CAM-gestützt gefertigte Totalprothese nicht mehr nur länger ein Trend, sondern eine zukunftsträchtige Technologie ist. Der besondere Vortrag von Eric Standop schloss den ersten Veranstaltungstag ab. Standop, Experte für Gesichtlesen und Antlitzdiagnostik , konnte dem Auditorium eindrucksvoll vermitteln, wie man bei Menschen von den Gesichtern auf deren Stärken und Schwächen, Persönlichkeit, aber auch Krankheiten oder Mangelerscheinungen schließen kann. 
Getreu dem Motto „nach der Arbeit kommt das Vergnügen“, startete am Freitagabend eine Party mit beeindruckender Lasershow zur Geschichte von Dental Direkt. Diese berührte nicht nur die Gäste, sondern auch Gerhard de Boer sichtlich, der seinen Abschied aus dem aktiven Geschäft bekannt gab. Voll Anerkennung, aber auch Wehmut, verabschiedeten sich Marcel Brüggert und Marvin Kühme von ihrem Mentor und wünschten ihm auch im Namen aller Mitarbeiter einen wohlverdienten Ruhestand. 

Aus welchem Material wird der „Zahn der Zukunft“ sein?

Der Samstag stand ebenfalls unter dem Motto Zirkonoxid. Schließlich galt es im Verlauf der „cube days 2022“ auch herauszuarbeiten, ob aus diesem Material der „Zahn der Zukunft“ gefertigt würde. Und so trat nach einem Vortrag von Kimberly Krüger und Hindrik Dehnbostel über deren Biss-Dental-Software Prof. Dr. Dipl.-Ing. (FH) Martin Rosentritt an, um aufzuzeigen, wie sich Fehler bei der Be- und Verarbeitung von Zirkonoxid vermeiden lassen. Rosentritt insistierte, dass es schlichtweg die in Studien fixierten Grundlagen zu beachten gilt, um den klinischen Erfolg bei der Verwendung von Zirkonoxiden sicherstellen zu können.

Die Vorträge und weitere Eindrücke zu den „cube days 2022“ gibt es auf der Homepage von Dental Direct

Auch der Münchner Zahnarzt Dr. Jan Hajtó schlug in diese Kerbe und beharrte auf einer klaren Kommunikation zwischen den an der Behandlung beteiligten Disziplinen und der strikten Einhaltung der zuvor im Auftrag definierten Wünsche. Nur so ließen sich Fehler mit zum Teil schwerwiegenden Konsequenzen vermeiden.

Rückblick auf 20 Jahre Zirkonoxid

Privatdozent Dr. Andreas Keßler von der LMU München ging in seinem Vortrag der Klärung der Frage nach, ob der 3-D-Druck nur ein Hype oder die Technik der Zukunft ist. Sein Fazit: Da es Indikationen gibt, bei denen die additive Fertigung der subtraktiven überlegen ist und umgekehrt, werde es zu einer Verschmelzung der Methoden kommen.

Prof. Dr. Florian Beuer von der Charité Berlin konnte in seinem Vortrag „Zirkonoxid 4.0 – was haben wir aus 20 Jahren klinischer Anwendung gelernt?“ ehrlich und reflektiert aufzeigen, was er in dieser Zeit, in der er den Werkstoff Zirkonoxid einsetzt, alles erlebt hat und was es zu beachten gilt, um ihn erfolgreich einsetzen zu können. Danach betrat Zahntechnikermeister Florian Schmidt die Bühne, um über Grenzen und Möglichkeiten der digitalen Abformung zu sprechen.

Bevor der Facereader Eric Standop die cube days 2022 mit der Fortsetzung seines Vortrags vom Freitag „Ich lese Dich“ schloss, war es an Akira Schüttler, System Integration Manager der exocad GmbH, dem Publikum den Zusammenhang zwischen Soft- und Hardware sowie dem CAD/CAM-gestützt zu verarbeitenden Material aufzuzeigen. Dabei schilderte er mitreißend die Herausforderungen, denen es zu begegnen gilt, wenn man in einem offenen System eine lückenlose Integration der benötigten Komponenten erreichen möchte.

Fazit

Was auf den ersten Blick als Unternehmen abgetan werden kann, das kubisches Material in runde Scheiben presst, muss nach dem Besuch der „cube days 2022“ auf vielen Ebenen relativiert werden. Dental Direkt ist erwachsen geworden und präsentierte sich als vielseitig aufgestellter Spezialist für digitale dentale Technologien. Daher ist es auch nicht vermessen zu behaupten, dass Dental Direkt die Quadratur des Kreises gelungen ist. Und zwar nicht nur, weil das Dental Direkt Logo kleine Quadrate ziert, und das Unternehmen dennoch im großen Stil runde Zirkonoxidscheiben verkauft, sondern vor allem auch, weil sich das Unternehmen zum innovativen Entwickler aufgeschwungen hat und aufgrund kluger Vertriebskooperationen heute die gesamte digitale Prozesskette abbilden kann. Die beiden Erben de Boers – Marcel Brüggert und Marvin Kühme – können sich auf ein tolles Team verlassen und führen ein Unternehmen in die Zukunft, von dem man noch einiges hören und sehen wird.
Dan Krammer, Quintessenz Verlags-GmbH

 

Quelle: Quintessence News Zahntechnik Fortbildung aktuell Materialien

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