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Neues CAD/CAM-Material Cerec Tessera – hohe Festigkeit, natürliche Ästhetik und schnelle Verarbeitung

(c)Dentsply Sirona

Eine weiterentwickelte Lithiumdisilikat-Keramik für den Front- und Seitenzahnbereich ist ab 14. April 2021 in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich. Das neue CAD-CAM-Material „Cerec Tessera“ von Dentsply Sirona zeichnet sich vor allem durch eine besondere Festigkeit und eine hohe Ästhetik aus. Der Glasurbrand soll nur noch viereinhalb Minuten dauern, sodass der gesamte Herstellungsprozess beschleunigt wird.

Hochfeste Glaskeramiken gehören zu jenen Materialien, die Zahnärzte aufgrund ihrer Eigenschaften häufig verwenden, wenn es um die Herstellung ästhetischer Restaurationen geht. Hintergrund ist, dass sich Patienten in erster Linie Versorgungen wünschen, die von natürlichen Zähnen nicht zu unterscheiden sind. Eine wichtige Rolle in dieser Materialgruppe spielen Lithiumdisilikate: Sie überzeugten im Ergebnis zunehmend in allen Mundregionen und können für die CAD/CAM-Fertigung von Restaurationen, etwa in der Cerec Primemill, genutzt werden, so Dentsply Sirona.

Verbesserte Materialeigenschaften durch optimierte Mikrostruktur

Das neue Cerec Tessera
Das neue Cerec Tessera
Foto: Dentsply Sirona
Cerec Tessera als weiterentwickelte Lithiumdisilikat-Keramik für den Chairside-Workflow erweise sich als sehr fest, genüge höchsten ästhetischen Ansprüchen und beschleunige durch einen kurzen Glasurbrand den gesamten Herstellungsprozess, heißt es in den Produktinformationen. Eine Krone lasse sich im Cerec SpeedFire in nur viereinhalb Minuten brennen. Verglichen mit anderen Glaskeramiken bedeute dies eine zeitliche Ersparnis im gesamten Herstellungsprozess von etwa 44 Prozent. Vor dem Brennen ist der Auftrag einer Glasur erforderlich, um die endgültigen Eigenschaften, zum Beispiel die hohe biaxiale Biegefestigkeit von mehr als 700 Megapascal, zu erreichen.

Schnellere Brennzeit durch Virgilit

Die schnelle Brennzeit wird vor allem durch die spezielle und neue Zusammensetzung der Keramik aus Lithiumdisilikat und Virgilit, einem Lithium-Aluminium-Silikat, ermöglicht. „Die innovative mikrokristalline Zusammensetzung mit dem Werkstoff Virgilit ist sowohl in den USA als auch in der EU zum Patent angemeldet. Während des Brennvorgangs bilden sich weitere Virgilit-Kristalle, die mit Lithiumdisilikat in einer mit Zirkonoxid angereicherten Glasmatrix eingebettet sind. Zusammen ergibt dies ein verstärktes, dichtes Restaurationsmaterial“, heißt es zum neuen Material.

Mikrorisse und Rissausbreitung werden unterdrückt

Die Kristallstruktur der Tessera-Blöcke sei der Schlüssel zu ihrer hohen Festigkeit und diene dazu, Mikrorisse und die nachfolgende Rissausbreitung zu unterdrücken. In den neuen Blöcken sorgt das Lithiumdisilikat für die hohe Zugfestigkeit, während das neu gebildete Virgilit die Vorkompressionsspannung erhöht. Die gleiche mikrokristalline Zusammensetzung trage auch zu den ästhetischen und dynamischen Lichtbrechungs-, Transmissions- und Absorptionseigenschaften bei, die die visuelle Lebendigkeit der natürlichen Zahnsubstanz nachahmen und die gewünschte hohe Ästhetik ermöglichen.

Adhäsive Befestigung erlaubt geringe Wandstärken

Ein weiterer Vorteil des neuen Materials: Alle Tessera-Restaurationen lassen sich laut Produktinformation adhäsiv befestigen (etwa mit Prime&Bond active und Calibra Ceram), was eine geringe Wandstärke ermögliche. Ab einer Wandstärke von 1,5 Millimetern können Restaurationen aus dem neuen Material auch konventionell mit einem kunststoffmodifizierten Glasionomerzement eingesetzt werden.

Lösung für drei Anforderungen

Dr. Stephanie Holländer
Dr. Stephanie Holländer
Foto: privat
Die ersten Anwender zeigen sich laut Unternehmen begeistert vom neuen Material. Dr. Stephanie Holländer, Zahnärztin aus Frechen, sagt, dass die kurze Zeit für den Glasurbrand ein echter „Game Changer“ sei. Sie war vor allem auch von der Einfachheit des gesamten Prozesses angetan: „Ich musste keine Anpassungen vornehmen – die in der Cerec Primemill gefertigten Kronen zeigen schön ausgearbeitete Ränder und die zur Verfügung stehenden Farben passen wunderbar.“

Dr. Rainer Seemann
Dr. Rainer Seemann
Foto: Dentsply Sirona
„Mit den neuen Cerec Tessera-Blöcken ist es uns gelungen, drei wesentliche Anforderungen von Zahnärzten an eine Restaurationskeramik zu erfüllen – Festigkeit, Ästhetik und Schnelligkeit in der Verarbeitung“, erklärt Prof. Dr. Rainer Seemann, Vice President Clinical Affairs bei Dentsply Sirona. „Auf diese Weise verkürzt sich die gesamte Behandlungsdauer mit Cerec signifikant. Dies trägt dazu bei, die Wirtschaftlichkeit dieses Konzepts noch weiter zu steigern und auch den Patienten auf dem Weg zu einem gesunden Lächeln einen echten Mehrwert zu bieten.“

Die neuen Tessera-Blöcke sind laut Unternehmen ab dem 14. April 2021 in Deutschland, der Schweiz und Österreich verfügbar und für vollanatomische Einzelzahnrestaurationen im Front- und Seitenzahnbereich indiziert, einschließlich Kronen, Inlays, Onlays und Veneers.

 

Quelle: Dentsply Sirona Materialien Digitale Zahntechnik Digitale Zahnmedizin Restaurative Zahnheilkunde Zahntechnik Zahnmedizin

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