Januarausgabe der „Quintessenz Zahnmedizin“ bietet vielseitige Lektüre mit direktem Nutzen für die Praxis

(c)Quintessenz Zahnmedizin

Aktuelles Grundlagenwissen, Neues aus der Forschung und wissenschaftlich fundierte Therapiekonzepte für die Praxis und den zahnärztlichen Generalisten, das macht – unter anderem – die „Quintessenz Zahnmedizin“ aus. Die Ausgabe 1/21 ist dafür wieder ein gelungenes Beispiel.

Die Januarausgabe fokussiert sich diesmal auf die Sektionen Zahnerhaltung, Endodontologie, Parodontologie, Prothetik, Kieferorthopädie, Oralchirurgie und Alterszahnmedizin. In einem sehr umfangreichen und reich bebilderten Beitrag befasst sich Ingrid Grunert mit der Abformung für Totalprothesen, sowohl analog als auch digital, und erläutert das korrekte Vorgehen und die möglichen Potenziale digitaler Verfahren.

Spezifische Nische Wurzelkanal

Biofilm im Wurzelkanal – in ihrem Grundlagenbeitrag diskutieren Lamprini Karygianni und Matthias Zehnder die verschiedenen Hypothesen zu diesem spannenden Thema. Leider werde das Wort „Biofilm“ noch als Sammelbegriff verwendet, der allenfalls zu Fehl- und Überinterpretationen verleite, wenn man von solchen Konstrukten in spezifischen Nischen wie beispielsweise dem Wurzelkanalsystem spreche, so die Autoren. „Obwohl Biofilme und deren Matrix intensiv studiert werden, wissen wir noch wenig darüber, was diesbezüglich im Wurzelkanal genau vor sich geht. Besonders die Rolle der Biofilmmatrix ist in diesem Zusammenhang noch völlig unklar.“

Kieferorthopädische Schienentherapie im interdisziplinären Konzept

Kieferorthopädische Aligner gehören zu den Trendthemen im Dentalmarkt. Die kieferorthopädische Alignerbehandlung kann in der Hand erfahrender Behandler heute aber viel mehr leisten als die Korrektur von Fehlstellungen. „Die Alignerbehandlung als Schienentherapie ist häufig Bestandteil interdisziplinärer Therapien und eines interdisziplinär geprägten Behandlungsansatzes im Rahmen des Zahnerhalts“, so Mark Thomas Sebastian in seinem Beitrag „Funktionelle und parodontale Behandlung mittels kieferorthopädischer Schienentherapie“.

Grundlage der Intervention mit kieferorthopädischen Schienen ist ein Behandlungskonzept, das funktionelle und parodontologische Kriterien ebenso berücksichtigt wie technische Möglichkeiten sowie klinische Grenzen. In seinem Beitrag wird die Alignertherapie am Beispiel der Behandlung eines okklusalen Traumas mit einhergehender lokaler parodontaler Problematik dargestellt. Nach einleitender Erörterung der Nomenklatur wird die Schienentherapie als möglicher Weg zum Auflösen okklusaler Interferenzen beschrieben, womit sich Überbelastungen und daraus resultierende Folgen für den Zahnhalteapparat in vielen Fällen minimalinvasiv beheben lassen. Das Vorgehen wird anhand eines Patientenfalles erläutert.

Notfälle und spezielle Herausforderungen

Notfälle und spezielle Situationen in der Praxis beleuchten die Beiträge zur Behandlung der Prothesenstomatitis, zum kieferorthopädischen Notfall und zu den bildgebenden Verfahren am Beispiel eines Frontzahntraumas. Wichtige praktische Hinweise für den Umgang mit palatinalen Dislokationen im Milchgebiss und zur Prognose vermitteln Andreas Filippi und Judith Erb in ihrem Fachbeitrag aus oralchirurgischer Sicht. Komposite sind heute aus der minimalinvasiven Zahnheilkunde nicht mehr wegzudenken – welche Möglichkeiten sie bei der Versorgung jugendlicher Spaltpatienten eröffnen, zeigt der Beitrag von Eva Wirsching.

Die „Quintessenz Zahnmedizin“, Monatszeitschrift für die gesamte Zahnmedizin, ist der älteste Titel des Quintessenz-Verlags, sie wurde 2019 wie der Verlag selbst 70 Jahre alt. Die Zeitschrift erscheint mit zwölf Ausgaben jährlich.

Drei Ausgaben davon sind aktuelle Schwerpunktausgaben, die zusätzlich einen Online-Wissenstest bieten mit der Möglichkeit, Fortbildungspunkte zu erwerben. Abonnenten erhalten uneingeschränkten Zugang für die Online-Version der Zeitschrift und Zugang zur App-Version. Mehr Infos, Abo-Möglichkeit sowie ein kostenloses Probeheft bekommen Sie hier.

Aktuelles aus Recht und Praxisführung

Ergänzt werden die Fachbeiträge wie immer durch die Literaturschau und aktuelle Themen aus den Bereichen Recht, Abrechnung (CMD nach GOZ) und Praxisführung. So berichtet Arno Zurstraßen über ein neues und bemerkenswertes Urteil zur Frage, ob eine private Krankenversicherung Patienten zu einem anderen Zahnarzt lenken darf, und Prof. Dr. Johannes G. Bischoff beleuchtet Grenzfälle des Umsatzsteuerrechts bei Zahnersatz aus dem Eigenlabor. Kann im Berufungsverfahren eine erneute Beweisaufnahme gefordert werden? Dr. Katharina Talmann bewertet ein aktuelles Urteil dazu aus dem Arzthaftungsrecht.

Die erste Ausgabe der Quintessenz Zahnmedizin 2021 bietet damit eine vielseitige Lektüre mit neuem Wissen und direktem Nutzwert für die tägliche Praxis und einen guten Start ins neue Jahr – von dem Chefredakteur Prof. Roland Frankenberger in seinem Editorial hofft, „dass wir möglichst bald eine verblassende Pandemie im Rückspiegel sehen und behaupten können, gestärkt aus dieser hervorgegangen zu sein.“

Titelbild: Trauma der Oberlippe nach starker Krafteinwirkung, aus: Huck, Lothar: Der kieferorthopädische Notfall in der zahnärztlichen Praxis, Quintessenz 1/2021, Seite 55
Quelle: Quintessenz Zahnmedizin 1/21 Zahnmedizin Nachrichten Aus dem Verlag Interdisziplinär med.dent.magazin

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